Ich heiße MaryAnn und möchte ein Zeugnis von der Gnade Gottes in meinem Leben ablegen und davon, dass alle Dinge möglich sind durch Jesus Christus – selbst die Befreiung von einem homosexuellen Lebensstil.

Ich begann mit 17 Jahren homosexuell zu leben und erst mit 37 Jahren erlebte ich die Befreiung in Jesus Christus. In meiner Kindheit erfuhr ich viel Leid und Schmerz. Meine Eltern stritten sich pausenlos und ich wurde verbal, physisch, emotional und sexuell mißbraucht. Ich fühlte mich stets wertlos auf jedem Gebiet meines Lebens. Durch diesen mir aufgezwungenen Lebensstil wandte ich mich im späteren Leben vielen verschiedenen Partnern zu und hatte mit Pornografie, Drogen und Alkohol zu tun. Ich hatte stets Angst davor in meinem Leben alleine zu sein, und so machte es mir nichts aus, wie meine Partner mich behandelten, solange sie nur bei mir blieben. Es gibt so vieles, was ich in meinem Leben – in meinem alten Ich – durchgemacht habe. Ich kannte keinen Frieden im Leben, war depressiv und der Überzeugung, das Leben hätte keinen Sinn mehr. Nichts konnte mir Freude geben.

In all den Jahren meiner homosexuellen Lebensweise kannte ich zahlreiche Christen, von denen einige sogar zu meinem Familien- bzw. Freundeskreis gehörten, die es mit Sicherheit gut mit mir meinten, mir jedoch nicht die Liebe Christi zeigten, wie ich sie heute kennen darf. Stattdessen zeigten sie mir einen “Gott”, der mich verabscheute und mich als einen Gräuel betrachtete, der mich zur Hölle verdammte, weil er mich hasste und mich wegen meiner Homosexualität nicht segnen konnte. Ich dachte mir damals immer: “Ich will diesen Gott gar nicht kennen lernen, und wenn alle Christen so sind, dann will ich niemals in meinem Leben ein Christ sein.” Die Art und Weise, wie sie mit mir umgingen, trieb mich stets nur noch weiter weg von dem “Gott”, mit dem sie mich eigentlich bekannt machen wollten.

In einer späten Nacht vor 4 Jahren saß ich schlaflos vor dem Fernseher und zappte mich durch die Programme, bis ich bei einem Mann stehen blieb, der predigte. Ich dachte mir: “Lass mal sehen, was dieser Mann predigt.” Neugierig lauschte ich seinen Worten, durch die er mir zu meinem Erstaunen die Lieblichkeit Jesu eröffnete und wie sehr ich von ihm geliebt bin. Es überwältigte mich, als ich hörte, wie das bereits vollbrachte Werk Jesu am Kreuz eine Überbezahlung für meine vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Sünden ist. Ich erfuhr, dass es nicht um meine Liebe zu ihm geht, sondern vielmehr um seine Liebe zu mir! Ich fühlte, wie ich in meinem Inneren von seiner Liebe zu mir angezogen wurde und es kam ein unbeschreiblicher Frieden über mich. Ich kam zu Jesus, so wie ich war, als Homosexuelle, und zum ersten Mal in meinem Leben begann ich mit ihm zu sprechen. Ich sagte zu ihm: “Herr Jesus, ich komme zu dir, so wie ich bin, weil ich deine Hilfe brauche. Ich schaffe das alleine nicht.” Ich hörte weiter zu um mehr über Jesus zu erfahren und darüber, wer ich in Christus bin, bis er mich mühelos von innen heraus völlig umgewandelt hatte. Ich hatte ein neues Herz. Es war die Kraft der Gnade Jesu, die in mir etwas vollbracht hatte, was ich von mir selbst aus nicht vollbringen konnte. Und es geschah allein dadurch, dass ich Jesus betrachtete! Auf mich allein gestellt hätte ich stets versagt, wie immer. Doch er gab mir alles zurück, was ich verloren hatte.

Wenn ich jetzt zurückblicke, fühle ich mich so, als hätte ich diese Lebensweise nie gelebt. Ich bin JETZT eine neue Kreatur, eins mit ihm. Mein Leben bezeugt, dass Gott liebt und rettet. Nicht durch meine Willenskraft, sondern durch die göttliche Kraft Christi, die in mir wirkt. Egal womit du in deinem Leben auch ringen magst, und es muss nicht nur Homosexualität sein, lenke nur deine Augen auf Jesu Liebe zu dir und darauf, was er für dich am Kreuz bereits vollbracht hat. Ich bin nicht vollkommen, ich habe immer noch Schwächen, aber eben dort, in meinen Schwächen, ist die Gnade im Überfluss vorhanden. Die Gnade Gottes wird von meinen Defiziten angezogen. Gott  betrachtet uns als vollkommen, nicht aufgrund dessen, was wir tun oder nicht tun, sondern weil unser Lamm Jesus vollkommen ist. Deshalb: Wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt! Halte deine Augen auf Jesus, egal was kommen mag. Und wisse, dass dir viel vergeben ist.