name jesuWenn die meisten von uns an einen Namen denken, denken wir normalerweise an den Laut, der entsteht, wenn wir jemanden ansprechen. Gewöhnlich wird mit einem “Namen” nichts weiter in Verbindung gebracht. Das trifft größtenteils auf die westliche, moderne Welt zu, wo  Namen zumeist nicht wegen ihrer Bedeutung sondern wegen ihres Klangs gewählt werden. Ein Name ist jedoch schon immer mehr als nur ein Laut gewesen. Der eigentliche Klang, der beim Aussprechen eines Namens entsteht, hat in Wirklichkeit viel weniger Wichtigkeit als seine Bedeutung.

Die Bedeutung eines Namens

Bei antiken Völkern wurde jeder Name ausgewählt um einen bestimmten Gedanken oder eine bestimmte Hoffnung auszudrücken. Bis heute ist es in vielen Teilen der Erde immer noch so, und wir sehen wie in den Tagen der Bibel eine sehr starke Betonung auf die Bedeutung von Namen gelegt wurde. Namen wurden dazu verwendet bestimmte Informationen zu vermitteln und waren weit mehr als nur verschiedene Laute um bestimmte Personen zu identifizieren. Ein Name beinhaltete verschiedene Dinge, die Auskunft über die Person gaben, der der Name gehörte.

Erstens trug er die Autorität der jeweiligen Person in sich. Eine Person kann z.B. sagen: “Geh und bitte in meinem Namen um X, Y.” Was er damit ausdrückt, ist, dass die Bitte durch den Gebrauch seines Namens legitimiert wird, indem ein anderer in seinem Namen bittet. Wenn die bittende Person diesen Namen verwendet, wird ihm die Bitte gewährt, weil der, dem der Name gehört, Vollmacht über diese bestimmte Sache hat.

Zweitens drückte ein Name auch den Charakter eines Menschen aus. Wenn jemand sagt: “Ich habe einen guten Namen”, meint er damit, dass, wenn Menschen von ihm hören, sie ihn  mit guten Dingen in Verbindung bringen. Sie müssen noch nicht einmal seinen eigentlichen Namen (den Laut) kennen, bei dem er gerufen wird, aber wenn Menschen über ihn sprechen (wie z.B.: “der Mann, der in den Bergen wohnt”), bringen sie ihn mit guten Gedanken in Verbindung.

Der Name Jesu

Die Bibel ist voller Ermahnungen für Christen, den Namen Jesu zu gebrauchen. Immer wieder finden wir nicht nur den Rat sondern auch den Befehl, den Namen Jesu zu gebrauchen. Christen müssen das tun. Wenn wir jedoch nicht verstehen, was es bedeutet, seinen Namen zu gebrauchen, dann kann es sein, dass wir es nur als eine förmliche Übung praktizieren, die nicht effektiver ist als die Rituale und Äußerungen heidnischer Gebräuche.

Wenn wir die Worte Christi und seiner Apostel lesen, erkennen wir, dass die dem Christen zur Verfügung stehende Kraft Gottes mit dem Gebrauch des Namens Christi in Verbindung steht. Die Schreiber des Neuen Testaments legen eine starke Betonung auf diese Tatsache. Und interessanterweise ist es genau diese Tatsache, die andere Religionen so anstößig am Christentum finden, dass es darauf besteht, dass der Name Christi der einzige Weg sei. Die Aussage des Petrus zu Pfingsten war völlig kompromisslos und unmissverständlich:

Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden. (Apg. 4,12)

In der heutigen Welt, in der angesagt ist das Böse gut und das Gute böse zu nennen, wo Religion lediglich der verlängerte Arm der Zivilregierungen ist und wo die Psychologie definiert, was moralisch richtig und falsch sei, ist es nicht gerade beliebt, absolute Aussagen zu machen und an Alleinwahrheiten zu glauben. Viele reagieren empört, wenn jemand zu behaupten wagt, dass Jesus der einzige Weg zu Gott sei. Doch das ist die Wahrheit, die alle glauben und lehren müssen, die der Bibel glauben und die Erlösung verstehen, die uns in Christus gegeben ist. Christus ist der einzige Weg und sein Name die einzige Autorität, wodurch Erlösung empfangen werden kann.

Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Söhne zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, (Joh. 1,12)

Von diesem bezeugen alle Propheten, dass durch seinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfangen sollen. (Apg. 10,43)

Beachte, nur durch seinen Namen (durch seine Vollmacht oder Autorität) bekommen die, die an ihn glauben, Vergebung für ihre Sünden. Nur die, die an seinen Namen (seine Vollmacht) glauben, bekommen die Macht Gottes Söhne zu werden. Einfach ausgedrückt erkennen wir die Vollmacht Jesu an, dass er uns das Recht geben kann, Gottes Söhne zu werden. Wir erkennen seine Vollmacht als Grundlage dafür an, dass uns unsere Sünden vergeben und die Hindernisse zwischen uns und Gott beseitigt sind. Das bedeutet, dass es lebenswichtig ist, dass wir erkennen, wer Jesus ist und was er für uns getan hat, um uns zu erlösen. Wenn wir uns über diese Wahrheiten nicht im Klaren oder unsicher sind, wie werden wir dann Jesu Vollmacht verstehen können? Wie könnten wir seinen Namen mit Zuversicht und voller Glauben gebrauchen, wenn wir seine Bedeutung nicht verstehen?

In Jesu Namen erhalten wir also Vergebung und werden zu Söhnen Gottes. Darüber hinaus sehen wir auch, dass eigentlich unsere ganze Hoffnung darauf ins Reich Gottes eingehen zu können von dem Namen Jesu abhängt. Deshalb finden wir in jeder biblischen Aufzeichnung, wo die Apostel Christi Menschen tauften (vier Stellen im Neuen Testament), dass sie den Namen gebrauchten, der Kraft und Vollmacht in sich trug, den Namen, in dem ihnen befohlen wurde alles zu tun: Jesus Christus. (Apg. 2,38; Apg. 8,16; Apg. 10,48; Apg. 19,5)

Jaschua oder Jehaschua?

Es gibt wohlmeinende Geschwister, die glauben, es sei entscheidend, dass man den eigentlichen Klang der hebräischen Aussprache des Namens Jesu verwendet. Sie glauben, dass auch wir heute bis in alle Ewigkeit den hebräischen Namen Christi so aussprechen müssten wie die Hebräer damals. Ich werde in diesem Artikel nicht auf diese Frage eingehen, weil sie unsere Aufmerksamkeit von unserem eigentlichen Thema ablenken würde. Wenn wir jedoch denn Sinn der Verwendung des Namens Jesu verstehen, werden uns einige Dinge viel klarer erscheinen und diese Fragen beantworten.

Werden wir in der Bibel aufgefordert, dass wir uns auf einen bestimmten Laut oder auf die Vollmacht Jesu konzentrieren sollen? Worauf basiert eigentlich die Vollmacht Jesu Christi? Warum hat er solch einen Einfluss im Himmel und weshalb können wir uns so sehr darauf verlassen, dass er dort die höchste Vollmacht inne hat? Was ist die Quelle der Kraft seines Namens? Hat es damit zu tun, welchen Klang wir äußern, wenn wir ihn ansprechen oder hat es mit dem Glauben zu tun, wer er ist? Das sind die wirklich wichtigen Fragen, wenn wir vom “Namen Jesu” sprechen. Wenn ein Mensch versteht, wer Jesus ist, was er getan hat und wo er sich befindet und Gott mit der Vollmacht anruft, die uns durch Jesus Christus verliehen ist, dann stehen solch einem Menschen alle Segnungen des Himmels offen. Nicht, weil er etwa ein bestimmtes Geräusch mit seinem Mund macht oder einen bestimmten Akzent verwendet, wenn er mit Gott spricht, sondern weil er den, den Gott gesandt hat, erkannt und angenommen hat.

Kraft im Namen Jesu

An jenem Tage werdet ihr bitten in meinem Namen. Und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch bitten will; (Joh. 16,26)

An dem Tag werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er’s euch geben. Bisher habt ihr um nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, dass eure Freude vollkommen sei. (Joh. 16,23-24)

betende händeJesus war kurz davor seine Jünger zu verlassen. Bis zu jenem Moment waren sie in allem von ihm abhängig gewesen. Ihr Verstand konnte es nicht fassen, dass sie von nun an seiner Gegenwart, der tröstenden Sicherheit seiner Nähe und der ihn umgebenden Ausstrahlung des Wohlwollens Gottes beraubt sein würden. Jetzt eröffnete Jesus ihrem Verstand einen neuen Weg: “Bisher”, sagt er, “habt ihr meinen Namen Gott gegenüber nie verwendet. Ihr habt meine Vollmacht als Grundlage für eure Bitten noch nie in Anspruch genommen, wenn ihr Gott um etwas gebeten habt. Nun sage ich, dass ihr meinen Namen verwenden sollt. Benutzt meine Vollmacht als Grundlage für eure Bitten. Sagt Gott, dass ihr UM MEINETWILLEN eine Antwort von ihm erwartet. Nicht, weil ihr gehorsam gewesen seid, nicht, weil ihr aus einer guten Familie stammt, nicht, weil ihr treu für ihn arbeitet, sondern wegen mir! Bittet ihn darum, dass er eure Gebete um meinetwillen beantwortet, weil ihr an mich glaubt und weil ihr erkannt habt, dass ich der einzige Grund für eure Annahme bei Gott bin. Bittet so und ich sage euch, worum ihr ihn auch bittet, es wird euch gegeben. Er wird es euch geben!”

“Los, versucht es”, sagt er, “bisher habt ihr nichts in meinem Namen gebeten, aber ab jetzt, bittet ihn in meinem Namen. Bittet und ihr WERDET EMPFANGEN, damit eure Freude vollkommen sei.”

Welch eine außergewöhnliche und wundervolle Verheißung!! Erwartet er von uns, dass wir diese Verheißung so annehmen und anwenden, wie sie dasteht? Denk einmal darüber nach, was Jesus hier sagt und vergiss nicht, dass er nie übertrieben oder gelogen hat. Was er ihnen klarmachen wollte, war, dass es einen Weg gab, auf dem sie garantiert wissen konnten, dass Gott ihre Bitten beantworten würde. Dieser Weg war die Verwendung seines Namens, was sie nie zuvor getan hatten. Ich kann mir vorstellen, als seine Jünger das nächste Mal beten gingen und sich an die Worte Jesu erinnerten, sagten sie: “Im Namen Jesu, Vater. Ich bitte im Namen Jesu”. Ihre Hoffnung lag in ihm und ihre Erwartung gründete auf der Vollmacht, die er im Himmel und auf Erden hatte. Die Erkenntnis dessen, wer er wirklich war und was Gott durch ihn getan hatte, erfüllte sie mit Hoffnung und Erwartung. Sie wussten, wenn sie in Jesu Namen Gott um etwas baten, war die Antwort Gottes auf ihre Bitte eine absolute Sicherheit. Er hatte ihnen gesagt, dass es so war, und weil er alle Macht im Himmel und auf Erden besaß, stand es außer Frage, dass es tatsächlich so war!

Dieselbe Macht ist auch heute im Namen Jesu vorhanden. Er ist derselbe, gestern, heute und in alle Ewigkeit. Seine Liebe zu uns und seine Bereitwilligkeit unsere Bitten zu beantworten sind heute genauso sicher wie eh und je. Er ist immer noch der, der zur Rechten Gottes sitzt, an der Quelle aller Macht und Kraft, wo er unser Stellvertreter vor seinem Thron ist und seine Verheißung nach wie vor treu einhält:

Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn. (Joh. 14,13)

Wie groß ist dieses Vorrecht, das wir besitzen, wenn wir den Namen Jesu gebrauchen? Diese Macht ist absolut grenzenlos. Grenzenlos deshalb, weil sie die Kraft Gottes selbst ist, die er seinen Kindern zur Verfügung gestellt hat und die er für sie und durch sie wirken lässt, weil sie im Namen Jesu zu ihm kommen. Sie schauen auf Jesus als die ALLEINIGE Quelle ihrer Vollmacht bei Gott und betrachten ihn als ihre einzig notwendige Qualifikation dafür zu Gott kommen zu dürfen und um jeden Segen im Himmel und auf Erden zu bitten, dessen sie bedürfen. Das war der Grund für die enorme Kraft, die das Wirken der Apostel begleitete und die auch jede wahre Erweckung in der Weltgeschichte begleitet hat. Es ist die Tatsache, dass die ganze Aufmerksamkeit auf Jesus gerichtet wurde und allein von ihm abhängig war. Die Menschlichkeit, ihre ganzen Verdienste und Fähigkeiten verschwanden ins Nichts. Niemand näherte sich Gott auf einer anderen Grundlage als Jesus allein. Das Ergebnis dessen war stets außergewöhnlich. Die Verheißung, die Jesus gegeben hat, erfüllte sich in vollem Umfang.

Die Vollmacht Jesu

Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. (Matth. 28,18)

Denn »alles hat er unter seine Füße getan«. Wenn es aber heißt, „alles“ sei ihm unterworfen, so ist offenbar, dass der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat. (1.Kor. 15,27)

Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, (Phil. 2,9)

Diese fundamentale Tatsache dürfen wir niemals vergessen: Jesus selbst ist der Erlöser des Volkes Gottes. Gottes Kraft befindet sich in seinen Händen und alle Dinge sind unter seine Füße gelegt worden. Wenn wir in Jesu Namen zu Gott kommen, dann kommen wir auf der Grundlage zu ihm, dass unser Bruder, der aus unserem Fleisch und Blut ist, auf dem Thron des Universums sitzt. Wir kommen zu Gott in seinem Namen, was für uns soviel bedeutet, dass wir alles beanspruchen können, was er besitzt. Jedes Recht und alle Vollmacht, die sein sind, sind gleichermaßen auch unser Recht und unsere Vollmacht. O, möge uns Gott helfen, dass wir begreifen, was uns gegeben worden ist, und auch was es bedeutet, dass wir das Recht haben im Namen Jesu zu ihm zu kommen.

Jesu Vollmacht in uns

Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: In meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in neuen Zungen reden, Schlangen mit den Händen hochheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird’s ihnen nicht schaden; auf Kranke werden sie die Hände legen, sie werden gesund werden. (Mark. 16,17-18)

Beachte die außergewöhnlichen Dinge, die von denen getan werden sollten und auch getan wurden, die da glaubten. Viel wichtiger ist aber, dass wir beachten, was die Bedingung für diese Taten war: “In meinem Namen.” Es war der Name Jesu, der die Grundlage und der Grund für die außergewöhnliche Kraft war, die das Werk der Apostel begleitete.

Die Zweiundsiebzig aber kamen zurück voll Freude und sprachen: Herr, auch die bösen Geister sind uns untertan in deinem Namen. (Luk. 10,17)

Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher! (Apg. 3,6)

Und durch den Glauben an seinen Namen hat sein Name diesen, den ihr seht und kennt, stark gemacht; und der Glaube, der durch ihn gewirkt ist, hat diesem die Gesundheit gegeben vor euer aller Augen. (Apg. 3,16)

Lass uns erkennen, dass, wenn wir den Namen Jesu benutzen, er dazu verpflichtet ist alle unsere Erwartungen zu erfüllen, die wir im Zusammenhang mit seinem Namen haben – d.h. alles, was er uns versprochen und was Gott selbst durch ihn verheißen hat.

Die Quelle der Kraft

Wir haben gesehen, dass der Name Jesu auf seinen Charakter und seine Vollmacht hinweist, und wir in absoluter Abhängigkeit von Jesus zu ihm oder zu Gott kommen müssen. Wir müssen uns darauf verlassen, was er getan hat, wer er ist und an welchem Ort er sitzt.

Davon abgesehen gibt es aber noch einen weiteren wichtigen Aspekt des Namens Jesu, den wir erkennen müssen. Alle Kraft und Vollmacht und der ganze Charakter Jesu ist zusammengefasst in einer einzigen Gabe, die Gott seinen Kindern gegeben hat. Aber, ist diese Gabe denn nicht Jesus selbst? Sind in ihm denn nicht alle Kraft, Vollmacht und der Charakter Gottes zusammengefasst? Das ist wahr, aber beachte folgende Aussage Jesu:

Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten. (16) Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: (17) den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. (18) Ich will euch nicht als Waisen zurücklassen; ich komme zu euch. (Joh. 14,15-18)

Was wollte Jesus damit ausdrücken? Er war aufgrund der offensichtlichen Bekümmertheit seiner Jünger, jetzt wo sie wussten, dass er weggehen würde, tief besorgt. Er beruhigte sie mit der Verheißung: “Ich werde einen anderen Tröster schicken – ich selbst werde wieder zu euch zurückkommen!” Von nun an konnte die Kraft der Jünger nicht mehr auf der physischen, sichtbaren Gegenwart Jesu gründen. Bis dahin war es ihnen immer möglich gewesen zu ihm zu kommen, ihm ihre Probleme, Schwächen und Bedürfnisse mitzuteilen, und er war stets für sie da gewesen um ihnen zu helfen. Aber nun sollte er sie verlassen und es sah so aus, als würde er sie als hilflose Waisen zurücklassen. Jesus beruhigte sie jedoch: “Meine Gegenwart bleibt bei euch. Ich werde buchstäblich (nicht körperlich) hier bei euch sein. Ich werde genauso sicher und wahrhaftig bei euch sein, wie vorher, als ihr noch meine physische Gestalt sehen konntet.” Es sollten also die Vollmacht und der Charakter Jesu bei ihnen und IN IHNEN sein! Das hatte er ihnen verheißen – der Tröster sollte IN ihnen sein. Kein Wunder, dass sie die Anweisung erhielten den Namen Jesu (seine Vollmacht) zu benutzen, weil es tatsächlich Jesus selbst sein würde, der in ihnen wohnen und durch sie wirken würde. Der Gebrauch seines Namens sollte lediglich die Anerkennung dieser Tatsache sein und der Ausdruck ihres Glaubens an die Wahrheit, dass er fortan in ihnen lebte.

Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. (Joh. 14,26)

aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. (Apg. 1,8)

Die ganze Kraft, Vollmacht und der Charakter Jesu, die in seinem heiligen Geist enthalten sind, wurden seinem Volk als eine vollkommene Gabe gegeben. Auf diese Art und Weise lebt  Jesus mit allen seinen Eigenschaften bei und vor allem in seinem Volk. Er ist ihr Leben, ihr Tröster, ihre Vollmacht, ihre Sicherheit und ihre Kraft. Deshalb tun sie alles in seinem Namen, wodurch sie anerkennen, dass es tatsächlich er ist, der in ihnen lebt, und dass alle ihre Werke in, von und durch Jesus gewirkt werden. Der heilige Geist ist in Wirklichkeit der Name Jesu – die lebendig gewordene Vollmacht Jesu. Wenn wir im Glauben den Namen Jesu benutzen, drehen wir den Schlüssel, der die ganze Kraft des heiligen Geistes in uns entfesselt.

Vollmacht als Gruppe

Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. (Matth. 18,20)

Gott liebt einen jeden von uns, und in Jesus Christus ist es ihm möglich seinen Kindern seine Liebe auf besondere Art und Weise zu offenbaren. Er liebt nicht nur einen oder einige von uns, sondern er liebt uns alle. Wie ein Vater alle seine Kinder liebt und jeden einzeln kennt, so liebt auch Gott jeden einzelnen von uns. Ich selbst bin ein Vater und weiß, dass einer der glücklichsten Momente für mich der ist, wenn alle meine Kinder an einem Ort zusammen sind und ich bei ihnen sein kann. Ich erinnere mich noch, wie es das Schönste für meinen Vater war, wenn die ganze Familie zusammenkam und gemeinsam Lieder sang. Seine zehn Kinder leben heute verstreut in der Ferne, aber als er noch lebte, war es seine größte Freude, wenn es ein Familientreffen gab und er uns bei sich haben und ein wenig Zeit mit uns verbringen konnte.

Aufgrund dieser Erfahrung kann ich den tieferen Sinn in dieser obigen Aussage Jesu noch besser wertschätzen. Wann immer sich seine Brüder und Schwestern in seinem Namen versammeln, d.h. ihr Interesse und ihre Aufmerksamkeit vollständig ihm widmen, dann ist er auf besondere Art und Weise unter ihnen gegenwärtig. Seine Gegenwart und Kraft wird dann in ihrer Mitte offenbar. Beachte, dass dies nicht der Fall ist, wenn Menschen sich aus irgend einem anderen Grund versammeln, jedoch ganz besonders so ist, wenn sie sich in seinem Namen versammeln!

Wenn ihr in dem Namen unseres Herrn Jesus versammelt seid und mein Geist samt der Kraft unseres Herrn Jesus bei euch ist, (1.Kor. 5,4)

Die Kraft des Herrn ist gegenwärtig, wenn wir uns in seinem Namen versammeln. Mögen wir diese wundervolle Realität verstehen und glauben. Wenn wir uns um ihn herum versammeln, uns auf ihn konzentrieren und ihn in unserer Mitte erkennen, dann werden wir nicht nur erleben, dass sich sein Charakter in uns offenbart, sondern wir werden auch seine Kraft unter uns offenbart sehen. Die Kranken werden geheilt, böse Geister werden ausgetrieben, weil er selbst in uns und unter uns lebt, wenn wir uns in seinem Namen versammeln.

Bezüglich der Kranken

Ist jemand unter euch krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde, dass sie über ihm beten und ihn salben mit Öl in dem Namen des Herrn. (Jak. 5,14)

Wir alle kennen diesen Vers in Jakobus. Das Traurige daran ist, dass der darauf folgende Vers für die meisten von uns eher unbekannt geblieben ist:

Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden getan hat, wird ihm vergeben werden. (Jak. 5,15)

Es ist erstaunlich, dass in diesem Vers kein einziges “vielleicht”  oder “möglicherweise” vorkommt. Die einfache Wahrheit ist: “das Gebet wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten.” Punkt! Jesus ist jetzt genauso in seinem Volk gegenwärtig und genauso willens und bereit unsere seelischen und körperlichen Krankheiten zu heilen wie eh und je. Das ist der Grund für unsere Zuversicht und für unsere Bereitschaft die uns von ihm gegebenen Anweisungen zu praktizieren. Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in alle Ewigkeit. Was er tat, als er hier auf Erden war, das ist er bereit und willens auch jetzt zu tun, und es immer wieder zu tun, für diejenigen, die ihr Vertrauen auf ihn setzen, wie es die Menschen vor 2000 Jahren taten.

Dennoch ist es meistens so, wenn immer diese Verheißung in Jakobus gelesen und praktiziert wird, dass man eher eine verzweifelte Hoffnung als eine echte Überzeugung empfindet, dass sich diese Verheißung tatsächlich erfüllen wird. Warum ist es so? Wir werden dazu angewiesen den Kranken “im Namen des Herrn” zu salben. Wieder sehen wir hier die Realität bestätigt, dass es Jesus in und unter uns sein muss, der seine eigene Kraft ausüben muss. Wir selbst besitzen keine Kraft, aber wenn wir die Kranken “im Namen des Herrn” salben, anerkennen und ergreifen wir seine Gegenwart unter uns, und das ist der Grund dafür, dass die Kranken geheilt werden! Während wir den Kranken im Namen des Herrn salben, ergreifen wir durch den Glauben die Wirklichkeit all dessen, was Christus für uns bedeutet – die Wirklichkeit, dass sein Charakter der Liebe und Gnade ihn stets dazu bereit macht uns unsere Sorgen wegzunehmen und unsere Schmerzen und Leiden, ob seelisch oder körperlich, zu heilen.

Hüte dich vor dieser Einstellung

Es unterstanden sich aber einige von den Juden, die als Beschwörer umherzogen, den Namen des Herrn Jesus zu nennen über denen, die böse Geister hatten, und sprachen: Ich beschwöre euch bei dem Jesus, den Paulus predigt. Es waren aber sieben Söhne eines jüdischen Hohenpriesters mit Namen Skevas, die dies taten. Aber der böse Geist antwortete und sprach zu ihnen: Jesus kenne ich wohl und von Paulus weiß ich wohl; aber wer seid ihr? Und der Mensch, in dem der böse Geist war, stürzte sich auf sie und überwältigte sie alle und richtete sie so zu, dass sie nackt und verwundet aus dem Haus flohen. Das aber wurde allen bekannt, die in Ephesus wohnten, Juden und Griechen; und Furcht befiel sie alle und der Name des Herrn Jesus wurde hoch gelobt. (Apg. 19,13-17)

Die Erfahrung der sieben Söhne des Skevas betont die Tatsache, dass keine Kraft im Klang des Namens existiert. Es bringt nichts Worte zu benutzen ohne an ihre Bedeutung zu glauben. Ohne die Gnade Gottes gäbe es heute viel mehr Menschen, die dieselbe Erfahrung machen würden wie die Söhne des Skevas. Aber vielleicht ist es auch nur so, dass sich heutige Christen von übernatürlichen Dingen so sehr fernhalten, dass Satan kaum die Gelegenheit bekommt sich auf dieselbe Art und Weise zu manifestieren wie damals vor den Söhnen des Skevas. Die Kraft steckt nicht in Worten und auch nicht in ihrer akzentfreien Aussprache oder in ihrem Klang. Die Kraft ist in Jesus selbst, dem Herrscher über die Natur, die bösen Geister, Krankheiten und Gebrechen, und er ist heute genauso lebendig und gegenwärtig in seinen wahren Kindern wie damals, als er körperlich auf Erden war. Der Schlüssel, der die Kraft Jesu in den verschiedenen Situationen unseres Lebens entfesselt, liegt darin, dass wir diese Wahrheit glauben und Jesus vertrauen.

Sein Name in allen Dingen

Wenn wir die Wirklichkeit und die Auswirkungen dieser Wahrheit begreifen und wertschätzen, dann werden die nachfolgenden Worte des Apostels Paulus für uns kaum mehr nötig sein, weil uns unsere Herzen ganz natürlich zu einer Erfahrung drängen werden, wo der Name Jesu für uns zum Beweggrund für alles werden wird.

und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus. (Eph. 5,20)

Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn. (Kol. 3,17)