Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. (2.Kor. 5,17)

reaco coachWie ist es bekehrt zu sein? Manche sagen, es bedeutet das Leben Christi zu haben, aber wenn wir das sagen, drückt es nicht alles aus. Lass mich dir deshalb meine eigene Erfahrung erzählen.

Am 27. Dezember 2009 besuchte ich einen Fastentag in der Gemeinde in Albion, Manchester (Jamaika). Wir kamen verspätet an, aber das war nicht schlimm. Als ich das Gebäude betrat, fühlte ich mich irgendwie angespannt. Ich dachte, ein wenig frische Luft würde mir helfen und ging hinaus, aber es brachte keine Besserung. Ich holte mir einen Schluck Wasser, aber auch das schien mir nicht zu helfen, also ging ich wieder in den Versammlungsraum.

Eine halbe Stunde später gab es eine Pause von fünfzehn Minuten, und ich dachte, dass ich mich danach ein wenig besser fühlen würde, aber es war nicht so. Nach der Pause gingen wir wieder hinein und begannen Lieder zu singen. Während wir sagen, hörte ich eine Stimme rufen: “Sohn!” Ich dachte, ich hätte mich nur verhört und kümmerte mich nicht weiter darum. Nachdem wir gesungen hatten, beteten wir gemeinsam, und danach erhielten wir fünf Minuten Zeit für ein persönliches, stilles Gebet. Ich begann sofort mit Gott über mein Unwohlsein zu sprechen, und zu meiner Überraschung kam eine Hitze über mich, dass ich dachte, ich hätte Fieber! Ich stand auf und ging nach draußen um etwas zu finden, was mir helfen könnte.

Dieses Unwohlsein hielt bis in die Nacht an und wurde nur noch schlimmer. Um Mitternacht stand ich in meinem Zimmer und betrachtete den Mond durch mein Fenster, wie ich es gewohnt war. Als ich mich umdrehte, sah ich plötzlich einen Engel in einem weißem Gewand neben meinem Kleiderschrank stehen! Ich stand vor Schreck erstarrt da und wusste nicht, was ich sagen oder tun sollte. Er sagte zu mir: “Sohn, ich habe ein Werk für dich, das du erfüllen sollst.” Als er das gesagt hatte, legte er seine Hand auf meine Schulter. Dann öffnete er ein Buch, das er bei sich trug und schrieb meinen Namen hinein, lächelte und verschwand.

Am Dienstagmorgen war ich wie eine andere Person. Ich spürte immer noch das brennende Gefühl in mir, doch jetzt wusste ich, dass es Christus war, der mein Herz berührte. Ich begann regelmäßig und viel in meiner Bibel zu lesen, bis ich mich so sehr darin vertieft hatte, dass mich meine Eltern fast schon zwingen mussten meine Hausaufgaben und meinen Anteil der Hausarbeiten zu erledigen. Nach kurzer Zeit war ich so glücklich, dass ich dabei war Christus so nah kennen zu lernen, dass ich es nicht in Worte fassen kann. Ich freute mich so sehr zu wissen, dass Christus dabei war mein bester Freund zu werden!

Am Dienstagabend gegen 19:00 Uhr saß ich an meinem Schreibtisch und machte mir einige Notizen für einen Vortrag, den ich am darauf folgenden Tag in der Schule halten sollte, als ich plötzlich wieder dieselbe Stimme hörte, die ich an dem Fastentag in der Gemeinde gehört hatte. Ich dachte zuerst, meine Mutter hätte mich gerufen und ging zu ihr um zu sehen, was sie wollte, doch sie sagte, sie hätte mich nicht gerufen. Ich dachte mir: “Na das ist seltsam, wer hat mich dann gerufen?” Ich ging an dem Abend recht verwirrt ins Bett und hatte viele Gedanken, die in meinem Kopf herumschwirrten.

Am nächsten Morgen wachte ich mit gemischten Gefühlen auf:

  1. Eine innere Stimme sagte mir ich solle mich taufen lassen, aber eine andere Stimme sagte mir, dass ich dafür noch nicht bereit sei.
  2. Ich begann mich so zu fühlen, als wäre mein Leben leer, und was ich auch versuchte um mich besser zu fühlen, es  schien so, als würde es mich noch mehr niederdrücken.

Bald erkannte ich jedoch, dass ich am Scheideweg stand und entscheiden musste, ob ich Christus nachfolgen oder mit meinem normalen Leben fortfahren wollte wie bisher. Das brachte mich zum Nachdenken und ich entschied mich Christus nachzufolgen! Ich erzählte meinen Eltern von meiner Entscheidung und sie waren die glücklichsten Menschen auf der Welt, als sie es hörten. Sie sagten zu mir: “Wirklich? Gelobt sei der Herr! Das war seit deiner Geburt unser Wunsch für dich.” Mein Taufdatum wurde auf den 14. März 2010 festgelegt, was elf Tage nach meinem Geburtstag war.

Als der 14. März kam, wurde ich zusammen mit fünf anderen jungen Menschen im “Aligator Pond” getauft. Das war wie eine Erweckung für die anderen Kinder aus meiner Altersgruppe und auch für die etwas älteren Jugendlichen. Etliche von ihnen wollten dieselbe Entscheidung treffen, die ich getroffen hatte. Es war ein Segen für mich. Ich bin jetzt dreizehn Jahre alt, aber ich wäre überglücklich, wenn andere Kinder und Jugendliche meine Erfahrung lesen und Christus ebenfalls als die einzige Quelle des Lebens und den Hauptgrund ihres Daseins für sich erkennen würden. Ich hoffe auch, dass dieses Zeugnis für viele Eltern zum Segen wird und sie in ihrer Aufgabe der Erziehung ihrer Kinder ermutigt.

Ich wünsche euch allen Gottes Segen. Möge der Herr euch bewahren, ist mein Gebet für euch.

“und ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.” (Phil. 1,6)


Bruder Reaco Coach schreibt aus Jamaika, spricht Englisch. Email: r-coach@gmail.com