Wir hören oft von vielen “Berufsbezeichnungen” des heiligen Geistes, wenn Christen von dem Werk des Geistes Gottes in und durch uns sprechen oder predigen. Doch das vielseitige Wirken des heiligen Geistes sollte nicht als irgendwelche “Jobs” angesehen werden, die er im Auftrag der Gottheit leistet. Er ist kein “Sozialarbeiter”, der jeden Tag von 8-16 Uhr und wöchentlich 40 Stunden arbeitet und am Sabbat Überstunden leistet. Der heilige Geist ist der Geist Gottes, der zu uns kommt in und durch seinen Sohn Jesus Christus. Wenn wir vom heiligen Geist sprechen, meinen wir effektiv Christus persönlich in seiner geistigen Form. Er selbst ist der heilige Geist, und was er in dir und durch dich tut ist nicht sein “Job”. Der heilige Geist ist nichts anderes als sein Leben. Er ist deshalb ganz einfach nur er selbst und offenbart sich dir und denen um dich herum ganz natürlich.

Da dies nun geklärt ist, komme ich zu meinem eigentlichen Thema. Hier ist eine Liste von 10 Dingen, die er definitiv nicht tut. Wenn dir mehr einfallen, schreib sie auf im Kommentarbereich unter diesem Artikel.

1. Er überführt dich nicht von deiner Sünde.

In Joh. 16,8-9 lesen wir, dass er die Welt von ihrer Sünde überführt, und dass diese Sünde speziell der Unglaube ist. Da du an Jesus glaubst, gibt es keinen Grund dafür dich davon zu überzeugen, dass du nicht an Jesus glaubst. Du bist auch nicht von der Welt (Joh. 15,19), sondern aus Gott geboren und deshalb jemand, der die Welt überwunden hat (1.Joh. 5,4).

2. Er führt nicht Buch über deine Verfehlungen.

Gott schwor bei sich selbst deiner Sünden nie mehr zu gedenken. Das bedeutet, das er sie nicht in hochauflösender Qualität auf eine Blue Ray Disc brennt um sie vor deiner Verwandschaft abzuspielen, wenn ihr zum Perlentor hineingeht.

3. Er trifft keine Entscheidungen für dich.

Jesus zeigt dir seinen Willen und seinen Plan für dich, aber er nimmt dir die Entscheidung nicht ab. Natürlich kannst du ihn um Rat bitten. Ich bin 100%-ig überzeugt, dass sein Rat das Beste für dich ist. Wen soll ich heiraten? Welche Arbeitsstelle soll ich annehmen? Wo soll ich leben? Deine Fragen sind für Jesus sehr wichtig und er nimmt sie ernst, aber er nimmt dir die Entscheidung nicht ab. Es liegt an dir dich zwischen seinem und deinem eigenen Willen zu entscheiden. Bitte ihn darum dir seinen Willen zu offenbaren, gib ihm deinen Willen, vertraue ihm.

4. Bei ihm gibt es kein Kommen und Gehen.

Er ist immer bei dir (Matth. 28,20). Er hat dir bereits versichert, dass er dich nie verlassen und von dir weichen wird (Hebr. 13,5). Du bist eine Beziehung mit ihm eingegangen, hast von seiner Fülle genommen (Joh. 1,16), und er lebt nun in dir (Röm. 8,11), weil in Christus die ganze Fülle der Gottheit wohnt (Kol. 2,9).

5. Er vermehrt oder vergrößert deine Salbung nicht.

Du hast bereits die ultimative Salbung Christi empfangen (1.Joh. 2,27). Was möchtest du mehr? Gibt es in seiner Salbung ein Defizit? Ist die ganze Fülle Christi nicht genug? Der Apostel Paulus sagt, dass du in ihm vollkommen bist (Kol. 2,10)! Lass dir von niemandem etwas anderes einreden.

6. Er wirft deine Hände nicht auf einen kranken Menschen.

Es ist dein Vorrecht für die Kranken zu beten. So hat Gott erwählt seine Liebe zu uns zu zeigen. Jesus möchte durch seinen heiligen Geist seine Liebe auf alle Menschen ausgießen, mit denen du in Berührung kommst. Aber du bestimmst wen du lieben willst und wie sehr. Jesus mag dir durch seinen Geist zwar offenbaren, wer Hilfe braucht (1.Kor. 12,8-10), aber die Entscheidung liegt bei dir, mit wem du seine Liebe teilen willst.

7. Er sagt dir nicht, wie viel Zehnten du geben sollst.

Jesus hat kein Interesse daran dich zu zwingen den Zehnten zu zahlen. Er ist vielmehr daran interessiert dich unter dem Gesetz zu befreien. Du musst selbst in deinem Herzen entscheiden ob und wie viel du geben willst, bevor du anfängst ungern zu geben (2.Kor. 9,7). Wenn du ihn aber fragen willst, sei nicht überrascht, wenn er dir stets dasselbe sagt: “Alles” (Apg. 2,45; Mt. 19,21).

8. Er schreibt nicht die 10 Gebote in dein Herz.

Er ist ein Diener des Lebens, nicht des Todes (2.Kor. 3,6-9). Wenn er die buchstäblichen 10 Gebote in dein Herz schreibt, kann er auch gleich dein Todesurteil unterschreiben. Die Verheißung, dass Gott sein “Gesetz” in unsere Herzen schreiben würde, ist in die Symbolsprache des Aten Testaments verpackt, wobei “Gesetz” symbolisch auf den Geist oder das Leben Gottes im Herzen des Menschen hinweist. Es sind nicht 10 Gebote, die in unseren Herzen leben, sondern der göttliche Sohn Gottes persönlich. Der Buchstabe tötet, der Geist macht lebendig.

9. Er wirft es dir nicht vor, wenn du versäumt hast Früchte hervorzubringen.

Jesus selbst ist derjenige, der durch seinen Geist die Früchte hervorbringt. Es sind seine Früchte, nicht deine (Gal. 5,22-23). Er kann sie viel besser wachsen lassen als du. Er möchte sie durch dich und mit dir wachsen lassen, während du dich in dem abgeschlossenen Werk Christi ausruhst.

10. Er lehrt dich nicht durch Leid, Schmerz und Krankheit.

Er lehrt uns dem ungöttlichen Wesen abzusagen (Tit. 2,11-12), weist uns mit seinem Wort zurecht (2.Tim. 3,16) und lehrt uns durch seine Salbung (1.Joh. 2,27). Er lehrt nicht durch Krankheit. Wenn du wirklich glaubst, dass er dich durch Krankheit lehrt, ist es dann recht, wenn du den Unterricht schwänzt und zum Arzt gehst?

Richtig verstanden sollten diese 10 Wahrheiten Freude in unseren Herzen entfachen. Es ist beruhigend zu wissen, dass Jesus durch seinen Geist in uns nicht damit Zeit verschwendet uns anzuklagen und uns zu belasten. Im Gegenteil, er ist gekommen und hat Wohnung in uns genommen, damit er ganz praktisch die Lösung aller unserer Probleme ist.

Da wir nun wissen, was der heilige Geist nicht tut, möchten wir uns nächstes Mal damit beschäftigen, was der heilige Geist eigentlich wirklich tut.