Der Leib Christi befindet sich momentan am Scheideweg. Die zwei üblichen Alternativen sind entweder  nach links oder nach rechts zu gehen. Wir leben jedoch in einer einzigartigen Zeit, in der die Menschen wie erstarrt in beide Richtungen blicken. Sie wollen sich weder nach links noch nach rechts bewegen. Ob bewusst oder unbewusst suchen die Menschen heute nach einer frischen Alternative – einem dritten Weg. Ich glaube, dass dieser Scheideweg heute weder nach rechts noch nach links führt, sondern stattdessen vorwärts oder rückwärts.

Was ich in dieser Serie von Artikeln versuchen möchte darzulegen, ist eine rasiermesserscharfe und glasklare Sicht auf den Herrn Jesus Christus als der Anfang und das Ende. Ich möchte aufzeigen, dass er dieser dritte und einzige Weg ist, der in dieser turbulenten Zeit sicher in die Zukunft führt. Wenn sich die Gemeinde nicht neu orientiert und Christus zu ihrem Herzstück und Mittelpunkt macht, dann führt jeder Schritt, den sie macht, rückwärts.

Ich bin mir dessen bewusst, dass ich gegen den Strom schwimme, wenn ich ausschließlich über Jesus schreibe. Einst hatten die Menschen ein Problem damit die menschliche Seite Christi zu erkennen. Heute scheinen die Menschen hingegen die göttliche Seite Christi immer mehr misszuverstehen. Dadurch hat der christliche Glaube die Realität und die Erfahrung eines in uns wohnenden Herrn beinahe völlig verloren.

Der Herr Jesus Christus geht weit darüber hinaus, was sich die meisten von uns jemals erträumen oder vorstellen würden. Seine Größe, Schönheit und Pracht sind den meisten heutigen Christen unbekannt. Deshalb ist es so notwendig, dass wir einen frischen Blick auf ihn werfen. Um es in einem Satz auszudrücken: Um Jesus in unserer Zeit getreu darzulegen, erfordert es, dass wir ihn erneut darlegen. Und genau das versuche ich in diesem und in den kommenden Artikeln zu tun.

Ich glaube, dass ausschließlich eine wahrheitsgetreue und bibeltreue Darlegung Jesu die Menschen dazu befähigen kann einer unsicheren Zukunft mit Zuversicht entgegenzutreten. Deshalb möchte ich hier keinen Weg nach rechts oder links aufzeigen, sondern einen Weg vorwärts. Und es ist meine Überzeugung, dass wir diesen Weg vorwärts nur dann gehen können, wenn wir Christus zu unserem Alles und zu unserem „Leitstern“ machen.

Dabei soll uns die Bibel als Landkarte und Kompass dienen, die uns zur Person Jesu in all seinem Reichtum und seiner Tiefe weisen sollen. Diese Artikel sollen also wie Pfeile in Richtung des Ziels zeigen – wobei Christus das Ziel ist.

Mit anderen Worten: Jesus ist Gottes perfekte Tonlage – die göttliche „Stimmgabel“ zur Einstimmung der Ewigkeit. Jede Stimmgabel muss geschlagen werden um ihren Ton wahrzunehmen. Die ewige und unveränderliche himmlische Stimmgabel wurde geschlagen, als eine Jungfrau Gottes eingeborenen Sohn in einem unscheinbaren Dorf im Israel des ersten Jahrhunderts zur Welt brachte. Sie erklang an einem unvergesslichen Freitag ein zweites mal durch das Hämmern auf 15 cm lange Nägel. Die Gabel erklang ein drittes mal – am dritten Tag – als ein sanftmütiger und demütiger Mann aus Nazareth ein Grab mitten entzweiriss und mit dem Auferstehungsleben hinaustrat.

Diese himmlische Stimmgabel erklingt auch heute noch genauso wie damals. Doch wann immer wir Christen sie überhören, verlieren wir unseren Weg.

Zusammenhängende Artikel:

Teil 2: Jesus-Defizit-Syndrom
Teil 3: Die wichtigste Frage
Teil 4: Gottes Herz offenbart