Grausame EntartungGrausame EntartungGeboren 1979 wuchs ich in den 80er Jahren im kommunistischen Rumänien unter der Ceausescu-Diktatur auf. In meiner frühen Kindheit blieb mir vieles von den heutigen unterschwelligen Gefahren erspart, denen heutige Kinder und Jugendliche schutzlos ausgesetzt sind. Der westliche Lebensstil war uns weitgehend unbekannt. Das Wenige, das wir mitbekamen, war nicht das, was wir in unserem Alltag kannten, sondern etwas, was „die im Westen“ erlebten. Wir waren freudige, zufriedene und unkomplizierte Kinder. Wir verbrachten unsere Zeit mit unseren Familien oder waren mit den Freunden draußen in der Natur beim Spielen und lernten von den größeren Kindern die Weisheiten des Lebens.

Fernsehen war für uns eine der langweiligsten Beschäftigungen, die wir uns vorstellen konnten, da es nur drei Kanäle gab, auf denen entweder die kommunistisch-nationalen Nachrichten oder den Kommunismus und das Vaterland verherrlichende Folklore (Volksmusik) gesendet wurden. An Sonntagen saß jedoch jedes Kind für ca. 10 Minuten vor dem Fernseher, weil es 5 Minuten lang Tom und Jerry und danach 5 Minuten lang Dick und Doof zu sehen gab.

Damit meine ich nicht etwa, dass die 80er Jahre oder Rumänien oder der Kommunismus besser gewesen seien, das ist ganz und gar nicht der Punkt, auf den ich hinaus will. Die damalige Zeit barg Gefahren ganz anderer Art in sich, vor allem, wenn man wie ich, im kommunistischen Rumänien der ungarischen ethnischen Minderheit angehörte.

Als ich nach der Wende 1990, mit 11 Jahren, nach Deutschland kam, veränderte sich meine kindliche Welt drastisch. Ich fühlte mich wie Alice im Wunderland; je tiefer ich in den Bau des Hasen hineinging, desto mehr wollte ich herausfinden, wie tief er wirklich war. Ich wurde von den ganzen Reizmitteln der westlichen Welt überfahren und es war alles so aufregend: Süßigkeiten, Fernsehen, Cartoons, Spielsachen etc. Schnell gewöhnte ich mich an den neuen westlichen Lebensstil, der mir schon als Kind in Rumänien so aufregend zu sein schien. Später boten sich mir als pubertierenden Jugendlichen neue Möglichkeiten und Perspektiven. Ich begann mit 13 Jahren Kampfsport zu treiben, konsumierte viele Kampfsport-Filme und träumte davon einmal als Stuntman oder Schauspieler ganz groß rauszukommen.

Mit 18 Jahren zog mich die moderne Pop- und Hip-Hop-Musik in ihren Bann. Ich fing an zu tanzen und schloss mich einer Gruppe von Gleichaltrigen an, mit denen ich etwas später eine Tanzgruppe gründete. Von da an fing das „Nightlife“ (Nachtleben) für mich an. In der Woche trafen wir uns täglich zum Training und an den Wochenenden war Party angesagt. Man kannte uns in Diskotheken, Clubs, auf „Hip-Hop-Jams“ und in der Tanzszene. Wir erstellten Tanzshows aus einstudierten Choreographien mit Elementen aus Streetdance, Breakdance, Akrobatik und Kampfsport und gewannen damit sogar bei einem landesweiten Tanzwettbewerb den ersten Platz. Wir hatten Auftritte in Clubs, Modenschauen, Silvesterveranstaltungen etc.

Zu der Zeit begann ich auch Erfahrungen mit Liebe, Sexualität und Beziehungen zu machen, ohne zu wissen, dass ich durch die Gehirnwäsche der Medien, der Schule und durch das ganze gesellschaftliche System zum Versagen erzogen war. Von da an begann für mich eine Reise voller Depressionen, Gewissensbisse und Enttäuschungen, deren Konsequenzen mich noch lange nach meiner Bekehrung als Christ und Ehemann verfolgten. Doch ich verstand damals die Gründe dafür nicht.

Ich bin heute 34 Jahre alt, seit 14 Jahren von neuem geboren und seit ca. 4 Jahren bewusst mit dem heiligen Geist getauft. Doch es hat nach meiner Bekehrung noch ungefähr zehn Jahre gedauert, bis ich mich aus meiner feministischen Beeinflussung vollständig befreien konnte. Hätte ich damals gewusst, was ich heute weiß, wären mir und den Menschen um mich herum mit Sicherheit viel Schmerz, Leid und Trauer erspart geblieben.

Ein grausamer Plan

Und hier möchte ich auf den Grund zu sprechen kommen, warum ich euch überhaupt all diese Dinge aus meinem Leben erzähle.

Wir leben in einem System, in dem der sog. Feminismus das Denken der Menschheit beeinflusst und steuert. Jeder von uns ist davon mehr oder weniger betroffen, ob wir es wahrhaben wollen oder nicht. Die Welt um uns herum ist eine künstlich erzeugte Seifenblase, die dazu dient, unser Augenmerk von Gott, von der Wahrheit und von unserer wahren Identität abzulenken und aus uns rückgratlose, willenlose und steuerbare Marionetten zu machen. Es ist bereits seit langem ein politisches Programm im Gange, welches die Gesellschaft sexuell vollständig zu sabotieren sucht und seine Auswirkungen auf die weltweite Gesellschaft sind bereits verheerend. Das Ziel dieser satanischen Agenda ist die Zerstörung der Familie.

Regelmäßige Leser meines Blogs wissen, dass ich mich eigentlich davor hüte, von etwas anderem zu schreiben, als Christus und seinem Evangelium vom Reich Gottes. Es haben mich jedoch hauptsächlich zwei Gründe dazu veranlasst, dennoch über dieses Thema zu schreiben:

  1. Die gegenwärtigen Ereignisse und Entwicklungen hinsichtlich der weltweit erzwungenen Toleranz und Akzeptanz von homosexuellen Ehen und die damit verbundenen verheerenden Auswirkungen, wie die Toleranz gegenüber Pädophilie, Sodomie und die Akzeptanz von Polygamie ist der erste Grund. Diese weltweite Agenda, die sich als „Befreiung unterdrückter Minderheiten“ und als „Fortschritt“ tarnt, ist nicht einfach nur ein weiterer Schritt in Richtung Gottlosigkeit, sondern das Zeichen des Endes der Welt. Ich empfehle hierzu Bruder David Claytons Predigt Sodom Revisited für diejenigen unter euch, die Englisch können. (Bruder David wird – so der Herr will – im August auf unserer Erweckungswoche über dieses Thema sprechen.)
  2. Diese schrecklichen Ereignisse werden sich zwangsläufig auf alle Menschen auswirken, ob Mann, Frau, Kind, jung, alt, Christ oder Atheist. Besonders unsere Kinder sind im Visier dieser „Sozialtechniker“, die den Verstand der Kinder „umpolen“ möchten, damit sie kein Empfinden mehr für den Unterschied zwischen Mann oder Frau und richtig oder falsch haben. Dies wirkt sich natürlich unweigerlich auf ihr Gottesbild aus und sie entwickeln unheimliche Schwierigkeiten Jesus als ihren Herrn anzunehmen.

Diese zwei Gründe sind für mich wichtig genug, um mich zu diesem Thema zu äußern, weil es um unser ewiges Leben geht. In meinem nächsten Artikel, werde ich versuchen darzulegen, was ich zu diesem Thema zu sagen habe.

Zusammenhängende Artikel:

Teil 2: Die Zerstörung der Familie
Teil 3: Ihr Männer, liebt eure Frauen