Ihr Männer, liebt eure FrauenWie ich im letzten Artikel schrieb, ist der Feminismus und die Homosexualität eine satanische Strategie, die die Familie zerstören und Gott aus ihrer Mitte entfernen soll. Dies gelingt am einfachsten, wenn man im Denken der Menschen den Unterschied zwischen den Geschlechtern verwischt. Durch die daraus resultierende Verwirrung, beginnen Männer sich wie Frauen und Frauen sich wie Männer zu verhalten. Dies führt zu Konflikten, Aggressionen und Depressionen, wodurch ein Familienleben unmöglich werden kann. Warum ist dies für eine Weltregierung wichtig?

Eine intakte Familie ist das Rückgrat einer gesunden Gesellschaft. Die Stärke und Macht eines Volkes steht immer im direkten Verhältnis zu dem Zustand seiner Familien. Sind die Familien einer Gesellschaft gesund, ist die Sittlichkeit und das Gerechtigkeitsempfinden der Menschen stark ausgeprägt: Männer und Frauen sind bereit Gerechtigkeit zu verteidigen und für ihre Familien einzustehen und wenn nötig für sie zu sterben. Versucht man solch ein Volk zu unterwerfen, ist es so als würde man gegen eine Mauer rennen.

Wenn in einer Familie Christus der Mittelpunkt ist, ist sie geistlich gesehen unzerstörbar, weil sie aus Christus besteht und Christus unzerstörbar ist. Deshalb ist es nahezu unmöglich, eine christliche Familie dazu zu bringen, sich einer gottlosen Regierung zu beugen, weil sie allein Christus als ihren Herrn anerkennt. Die biblischen Beispiele dafür sind überwältigend.

Das Geheimnis einer starken Familie

In Epheser Kap. 5 spricht Paulus von einem Geheimnis, das ich im Lichte dieses Themas ein wenig näher erläutern möchte.

Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn. Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, die er als seinen Leib erlöst hat. Aber wie nun die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen ihren Männern unterordnen in allen Dingen. (Eph. 5,22-24)

Zunächst einmal sei gesagt, dass Paulus hier nicht versucht das weibliche Geschlecht zu unterdrücken oder auf eine niedrigere Stufe zu stellen. Er gibt ihr vielmehr die ihr von Gott zugedachte Stellung: geschätzt, geliebt, umsorgt und bis zum Tod verteidigt. Aber Paulus tut in diesen Versen noch etwas anderes, was viel wichtiger ist. Er zieht hier eine Parallele, ähnlich einer mathematischen Gleichung: Der Mann verhält sich zu seiner Frau auf die gleiche Art und Weise wie sich Christus zu seiner Gemeinde verhält. Klar ausgedrückt heißt das, dass die Ehe zwischen Mann und Frau ein Symbol für die Beziehung zwischen Christus und der Gemeinde ist. Nicht umsonst wird Christus in der Bibel als der „Bräutigam“ und die Gemeinde als seine „Braut“ bezeichnet (siehe Joh. 3,29).

Was in Miniatur in einer Ehe zwischen Mann und Frau passiert, geschieht auf der größeren geistlichen Ebene zwischen der Gemeinde (uns) und Christus. Deswegen fährt er fort zu erklären:

Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben, um sie zu heiligen. (Eph. 5,25)

Die Beziehung zwischen Mann und Frau ist ein Anschauungsunterricht für die Beziehung zwischen Christus und die Gemeinde. Christus liebt die Gemeinde so sehr, dass er für sie gestorben ist. Er liebt seine Braut mehr als sein eigenes Leben. Dies ist ein Ausdruck seiner absoluten Selbstlosigkeit.

Die von Gott gestiftete Ehe ist demnach eine Miniatur-Gemeinde, in der der Mann Christus, unser Haupt, symbolisiert und die Frau die Gemeinde, die dem Haupt untergeordnet ist. Dies bedeutet, dass die Ehe Männern und Frauen ermöglicht, ganz praktisch die intime Beziehung zwischen Christus und seiner Gemeinde zu erleben und daran aktiv teilzunehmen. Dabei wirkt sich unser Verständnis darüber, wie Christus mit der Gemeinde umgeht, auf unsere Ehen aus und umgekehrt wirkt sich unser praktisches Eheleben auf unser Verständnis über Christus und die Gemeinde aus. Auch Kinder erleben in einer intakten und gesunden Ehe eine praktische Veranschaulichung der Wahrheit, dass Christus das Haupt der Gemeinde ist und die Gemeinde sein Leib.

Verwirrte Generation

Und hier kommt nun die Gefahr der Homosexualität ins Bild. Feminismus und Homosexualität bewirken eine Identitätskrise. Frauen fühlen sich den Männern nicht mehr untertan. Umgekehrt empfinden Männer kein Interesse daran, die Frau zu lieben und zu beschützen. Das Bild von Christus und der Gemeinde wird dadurch verzerrt, was sich auf unsere ganze Gotteserkenntnis auswirkt. Kinder lernen anstelle der Wahrheit ein völlig verzerrtes Bild von Mann und Frau kennen, was sich unweigerlich auf ihre spätere Hingabe Christus gegenüber auswirkt. Eine Mutter, die sich ständig gegen ihren Mann auflehnt, verstärkt in ihren Kindern die natürliche Neigung zur Rebellion und Auflehnung und schwächt ihre moralische Kraft der Sünde zu widerstehen. Ein Mann, der seine Frau nicht so liebt, wie Christus seine Gemeinde, entstellt dadurch vor seinen Kindern den Charakter Christi.

Aber irren wir uns nicht, „Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten“ (Gal. 6,7). Wir werden durchs Anschauen verwandelt (siehe 2.Kor. 3,18)! Kinder solcher vom Feminismus geprägten Eltern empfinden es in ihrem späteren Leben als viel schwieriger, Christus als ihren Herrn und ihr Haupt anzunehmen, als solche, die in einer intakten christlichen Familie aufwachsen, in der die Rollen von Vater und Mutter klar und biblisch verteilt sind. Solche Kinder haben es im Erwachsenenalter auch besonders schwer, den richtigen Ehepartner zu finden, weil sie bei ihrer Auswahl nach völlig falschen Kriterien suchen. So sind gescheiterte Ehen vorprogrammiert. Aber genau das ist ja das Ziel der feministischen und homosexuellen Agenda.

Was wir heute in der Welt erleben, ist nichts anderes als das, was Paulus vor knapp 2000 Jahren Timotheus schrieb:

Das sollst du aber wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten kommen werden. (2) Denn die Menschen werden viel von sich halten, geldgierig sein, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos, (3) lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, zuchtlos, wild, dem Guten Feind, (4) Verräter, unbedacht, aufgeblasen. Sie lieben die Wollust mehr als Gott; (5) sie haben den Schein der Frömmigkeit, aber deren Kraft verleugnen sie; solche Menschen meide! (6) Zu ihnen gehören auch die, die sich in die Häuser einschleichen und gewisse Frauen einfangen, die mit Sünden beladen sind und von mancherlei Begierden getrieben werden, (7) die immer auf neue Lehren aus sind und nie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können. (8) Wie Jannes und Jambres dem Mose widerstanden, so widerstehen auch diese der Wahrheit: Es sind Menschen mit zerrütteten Sinnen, untüchtig zum Glauben. (9) Aber sie werden damit nicht weit kommen; denn ihre Torheit wird jedermann offenbar werden, wie es auch bei jenen geschah. (2.Tim. 3,1-9)

Im nächsten Artikel möchten wir uns mit den Auswirkungen des Feminismus und der Homosexualität beschäftigen. Bleib dran!

Zusammenhängende Artikel:

Teil 1: Grausame Entartung
Teil 2: Die Zerstörung der Familie