Nur für Sünder

by Erwin Zoor

Weltreligionen

Hier sind Zitate von den Webseiten der großen Weltreligionen, die aus ihrer jeweiligen Perspektive auf die Frage antworten, ob der Mensch ein Sünder ist oder nicht. Es ist interessant zu sehen, dass auf der Grundlage des Glaubens dieser Weltreligionen, der Mensch keinen Erlöser braucht. Erstaunlicherweise gibt es aber auch Christen, die einen ähnlichen Glauben haben, wie diese Weltreligionen, wonach die Gabe des Sohnes Gottes unnötig ist.

Was lehren Religionen über Sünde?

JUDAISMUS
Juden glauben, dass der Mensch mit einer Ur-Reinheit anstelle der Ursünde geboren wird. Wir wissen, dass sich der Mensch dazu entscheiden kann, Böses zu tun, doch der Judaismus beschäftigt sich nicht weiter mit dieser Tatsache. Stattdessen freuen wir uns, wie Gott sich unseres Glaubens nach freut, wenn Menschen sich dafür entscheiden, Gutes zu tun.

ISLAM
Moslems glauben, dass alle Menschen in einem natürlich reinen und sündlosen Zustand auf die Welt kommen. Kein Mensch erbt eine „Ursünde“ oder wird für die Sünde eines anderen zur Rechenschaft gezogen. Die Glaubenslehre des Islam ist, dass alle Menschen grundlegend gut und mit der natürlichen Neigung dazu, einen Gott (Allah) anzubeten, geboren werden. Dieser unschuldige, sündenfreie Zustand bei der Geburt wird „fitrah“ genannt. Die Erziehung in einer anderen Religion als dem Islam, kann den Menschen von diesem natürlichen Zustand abbringen. Obwohl der Mensch ohne Ursünde geboren wird, ist er anfällig dafür, Sünden zu begehen und kann beim Erreichen des Alters der Vernunft dafür zur Rechenschaft gezogen werden.

HINDUISMUS
Der Hinduismus glaubt nicht, dass der Mensch unter irgend einer Ursünde oder einem innewohnenden Defekt in seiner Natur leidet, der durch einen äußerlichen Einfluss oder eine besondere Gnade korrigiert werden müsste. Ganz im Gegenteil: Sanatana Dharma lehrt, dass unsere ursprüngliche Natur aus reinster Güte besteht, Sein-Bewusstsein-Glückseligkeit und dass wir von Natur aus mit Gott eins sind. Das hinduistische Konzept von Sünde ist Unreinheit, die Ansammlung von äußerlichen Einwirkungen, die entfernt werden müssen, damit wir zu unserer natürlichen Reinheit zurückkehren können. Der Körper wird zum Beispiel jeden Tag erneut schmutzig und man muss ihn deshalb stets reinigen. Solcher Schmutz ist keine Sünde, obwohl es unrein – wenn nicht gar sündig – ist, wenn man sich nicht sauber hält. Es gibt ähnliche emotionale und mentale Unreinheiten, von denen wir uns reinigen müssen.

BAHAI
Der Mensch wir mit einer reinen Weste geboren, ohne irgendeine Ursünde. Er kann von neuem geboren werden, indem er ein Baha’i wird, Gottes Sprachrohr für diese Era anerkennt und dann das Leben eines Baha’i lebt, welches heilig ist.

BUDDHISMUS
Buddhisten betrachten den Menschen nicht von Natur aus als sündig oder ‚in Rebellion gegen Gott‘. Jedes menschliche Wesen ist eine Person von großem Wert, die in sich selbst einen großen Vorrat an guten und auch bösen Angewohnheiten besitzt. Das Gute im Menschen wartet stets auf eine Gelegenheit sich zu entfalten und zu reifen. Denk an die Redewendung: ‚Es steckt so viel Gutes in den Bösesten von uns und so viel Böses in den Besten von uns.‘ Der Mensch schafft sich sein eigenes Leid; es wird nicht durch einen Familienfluch oder eine Ursünde von mythischen, urzeitlichen Voreltern weitervererbt.

CHRISTENTUM
Ein Mann (Adam) brachte die Sünde in die Welt und als Ergebnis wurden alle Menschen dadurch von der Sünde verdorben. Der einzige Weg, auf dem man von der Sünde frei werden kann, ist in Jesus Christus, dem Sohn Gottes. Gott sandte ihn zur Erde als Mensch, um unser Leben zu leben und die Sünde für uns zu besiegen. Jetzt gibt er dasselbe siegreiche Leben allen, die an ihn glauben, die ihm vertrauen und sich ihm rückhaltlos hingeben.

Wenn wir das Leben Christi empfangen, sind wir in ihm mit Gott versöhnt, weil er bereits die ganze Menschheit mit Gott versöhnt hat. Unsere Annahme bei Gott hängt davon ab, dass wir Christus annehmen.

Kein Wunder, dass nur das Christentum einen Erlöser hat! Alle Religionen haben Lehrer, Vorbilder, aber nur das Christentum hat einen Erlöser. Dank sei Gott für seine unaussprechliche Gabe. Das ist der Grund dafür, dass allein das Christentum wahre Erlösung bieten kann. Es gibt keinen anderen Weg, mit Gott versöhnt zu werden.

~David Clayton

Ihr Männer, liebt eure Frauen

by Erwin Zoor

Ihr Männer, liebt eure FrauenWie ich im letzten Artikel schrieb, ist der Feminismus und die Homosexualität eine satanische Strategie, die die Familie zerstören und Gott aus ihrer Mitte entfernen soll. Dies gelingt am einfachsten, wenn man im Denken der Menschen den Unterschied zwischen den Geschlechtern verwischt. Durch die daraus resultierende Verwirrung, beginnen Männer sich wie Frauen und Frauen sich wie Männer zu verhalten. Dies führt zu Konflikten, Aggressionen und Depressionen, wodurch ein Familienleben unmöglich werden kann. Warum ist dies für eine Weltregierung wichtig?

Eine intakte Familie ist das Rückgrat einer gesunden Gesellschaft. Die Stärke und Macht eines Volkes steht immer im direkten Verhältnis zu dem Zustand seiner Familien. Sind die Familien einer Gesellschaft gesund, ist die Sittlichkeit und das Gerechtigkeitsempfinden der Menschen stark ausgeprägt: Männer und Frauen sind bereit Gerechtigkeit zu verteidigen und für ihre Familien einzustehen und wenn nötig für sie zu sterben. Versucht man solch ein Volk zu unterwerfen, ist es so als würde man gegen eine Mauer rennen.

Wenn in einer Familie Christus der Mittelpunkt ist, ist sie geistlich gesehen unzerstörbar, weil sie aus Christus besteht und Christus unzerstörbar ist. Deshalb ist es nahezu unmöglich, eine christliche Familie dazu zu bringen, sich einer gottlosen Regierung zu beugen, weil sie allein Christus als ihren Herrn anerkennt. Die biblischen Beispiele dafür sind überwältigend.

Das Geheimnis einer starken Familie

In Epheser Kap. 5 spricht Paulus von einem Geheimnis, das ich im Lichte dieses Themas ein wenig näher erläutern möchte.

Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn. Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, die er als seinen Leib erlöst hat. Aber wie nun die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen ihren Männern unterordnen in allen Dingen. (Eph. 5,22-24)

Zunächst einmal sei gesagt, dass Paulus hier nicht versucht das weibliche Geschlecht zu unterdrücken oder auf eine niedrigere Stufe zu stellen. Er gibt ihr vielmehr die ihr von Gott zugedachte Stellung: geschätzt, geliebt, umsorgt und bis zum Tod verteidigt. Aber Paulus tut in diesen Versen noch etwas anderes, was viel wichtiger ist. Er zieht hier eine Parallele, ähnlich einer mathematischen Gleichung: Der Mann verhält sich zu seiner Frau auf die gleiche Art und Weise wie sich Christus zu seiner Gemeinde verhält. Klar ausgedrückt heißt das, dass die Ehe zwischen Mann und Frau ein Symbol für die Beziehung zwischen Christus und der Gemeinde ist. Nicht umsonst wird Christus in der Bibel als der „Bräutigam“ und die Gemeinde als seine „Braut“ bezeichnet (siehe Joh. 3,29).

Was in Miniatur in einer Ehe zwischen Mann und Frau passiert, geschieht auf der größeren geistlichen Ebene zwischen der Gemeinde (uns) und Christus. Deswegen fährt er fort zu erklären:

Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben, um sie zu heiligen. (Eph. 5,25)

Die Beziehung zwischen Mann und Frau ist ein Anschauungsunterricht für die Beziehung zwischen Christus und die Gemeinde. Christus liebt die Gemeinde so sehr, dass er für sie gestorben ist. Er liebt seine Braut mehr als sein eigenes Leben. Dies ist ein Ausdruck seiner absoluten Selbstlosigkeit.

Die von Gott gestiftete Ehe ist demnach eine Miniatur-Gemeinde, in der der Mann Christus, unser Haupt, symbolisiert und die Frau die Gemeinde, die dem Haupt untergeordnet ist. Dies bedeutet, dass die Ehe Männern und Frauen ermöglicht, ganz praktisch die intime Beziehung zwischen Christus und seiner Gemeinde zu erleben und daran aktiv teilzunehmen. Dabei wirkt sich unser Verständnis darüber, wie Christus mit der Gemeinde umgeht, auf unsere Ehen aus und umgekehrt wirkt sich unser praktisches Eheleben auf unser Verständnis über Christus und die Gemeinde aus. Auch Kinder erleben in einer intakten und gesunden Ehe eine praktische Veranschaulichung der Wahrheit, dass Christus das Haupt der Gemeinde ist und die Gemeinde sein Leib.

Verwirrte Generation

Und hier kommt nun die Gefahr der Homosexualität ins Bild. Feminismus und Homosexualität bewirken eine Identitätskrise. Frauen fühlen sich den Männern nicht mehr untertan. Umgekehrt empfinden Männer kein Interesse daran, die Frau zu lieben und zu beschützen. Das Bild von Christus und der Gemeinde wird dadurch verzerrt, was sich auf unsere ganze Gotteserkenntnis auswirkt. Kinder lernen anstelle der Wahrheit ein völlig verzerrtes Bild von Mann und Frau kennen, was sich unweigerlich auf ihre spätere Hingabe Christus gegenüber auswirkt. Eine Mutter, die sich ständig gegen ihren Mann auflehnt, verstärkt in ihren Kindern die natürliche Neigung zur Rebellion und Auflehnung und schwächt ihre moralische Kraft der Sünde zu widerstehen. Ein Mann, der seine Frau nicht so liebt, wie Christus seine Gemeinde, entstellt dadurch vor seinen Kindern den Charakter Christi.

Aber irren wir uns nicht, „Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten“ (Gal. 6,7). Wir werden durchs Anschauen verwandelt (siehe 2.Kor. 3,18)! Kinder solcher vom Feminismus geprägten Eltern empfinden es in ihrem späteren Leben als viel schwieriger, Christus als ihren Herrn und ihr Haupt anzunehmen, als solche, die in einer intakten christlichen Familie aufwachsen, in der die Rollen von Vater und Mutter klar und biblisch verteilt sind. Solche Kinder haben es im Erwachsenenalter auch besonders schwer, den richtigen Ehepartner zu finden, weil sie bei ihrer Auswahl nach völlig falschen Kriterien suchen. So sind gescheiterte Ehen vorprogrammiert. Aber genau das ist ja das Ziel der feministischen und homosexuellen Agenda.

Was wir heute in der Welt erleben, ist nichts anderes als das, was Paulus vor knapp 2000 Jahren Timotheus schrieb:

Das sollst du aber wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten kommen werden. (2) Denn die Menschen werden viel von sich halten, geldgierig sein, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos, (3) lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, zuchtlos, wild, dem Guten Feind, (4) Verräter, unbedacht, aufgeblasen. Sie lieben die Wollust mehr als Gott; (5) sie haben den Schein der Frömmigkeit, aber deren Kraft verleugnen sie; solche Menschen meide! (6) Zu ihnen gehören auch die, die sich in die Häuser einschleichen und gewisse Frauen einfangen, die mit Sünden beladen sind und von mancherlei Begierden getrieben werden, (7) die immer auf neue Lehren aus sind und nie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können. (8) Wie Jannes und Jambres dem Mose widerstanden, so widerstehen auch diese der Wahrheit: Es sind Menschen mit zerrütteten Sinnen, untüchtig zum Glauben. (9) Aber sie werden damit nicht weit kommen; denn ihre Torheit wird jedermann offenbar werden, wie es auch bei jenen geschah. (2.Tim. 3,1-9)

Im nächsten Artikel möchten wir uns mit den Auswirkungen des Feminismus und der Homosexualität beschäftigen. Bleib dran!

Zusammenhängende Artikel:

Teil 1: Grausame Entartung
Teil 2: Die Zerstörung der Familie

Die Zerstörung der Familie

by Erwin Zoor

Die Zerstörung der FamilieIm letzten Artikel habe ich erwähnt, dass die Agenda des Feminismus und der Homosexualität ultimativ darauf abzielt, die Familie – die kleinste Zelle der Gesellschaft – zu zerstören. Politisch und religiös gesehen ist dies ein notwendiger Schritt (und gleichzeitig auch der effektivste), wenn eine kleine Elite die riesige Masse der Weltbevölkerung erfolgreich bezwingen und dann auch unter Kontrolle halten will. Hier sind einige Gedanken, die ich diesbezüglich durch Recherche, Beobachtung und Bibelstudium erkannt habe.

Angriff auf die heterosexuelle Gesellschaft

Den meisten von uns dürfte klar sein, dass die gegenwärtigen Ereignisse bezüglich der Legalisierung von gleichgeschlechtlichen Ehen und alle damit verbundenen Konsequenzen, nicht über Nacht geschehen sind. Die Vorbereitungen der Gesellschaft auf diese immense Veränderung laufen bereits seit Jahrzehnten. Bereits in den 70er Jahren wurde ein geheimes Programm der Neugestaltung der Gesellschaft eingeleitet. Sie war darauf ausgerichtet die soziale Struktur zu destabilisieren, indem heterosexuelle Menschen umprogrammiert werden sollten, sich wie Homosexuelle zu verhalten. Dieser heimtückische Angriff auf Heterosexuelle versteckte sich hinter der Fassade der „sexuellen Revolution“, der „Schwulen- bzw. Lesbenrechte“ und des „Feminismus“.

Auf den ersten Blick mag dies lächerlich klingen, weil wir Homosexualität normalerweise ausschließlich im Sinne von gleichgeschlechtlicher sexueller Anziehung verstehen. Homosexualität sollte jedoch weit gefasster betrachtet werden. Hier ist eine Definition, die den Nagel auf dem Kopf trifft: Entwicklungshemmung verursacht durch Verwirrung über sexuelle Identität mit der Folge der Unfähigkeit zur festen Bindung an einen Angehörigen des anderen Geschlechts und (normalerweise) zur Familiengründung. Das Hauptsymptom dieser Störung ist das Verlangen nach unpersönlichem sexuellen Verkehr um der Befriedigung willen (sexuelle Freizügigkeit).

Ist das bei dir angekommen? Ich möchte nämlich nicht, dass du verpasst, worüber wir hier sprechen. Gemäß dieser Definition, die ich für absolut treffend halte, können viele Heterosexuelle als Homosexuelle eingestuft werden! Tatsächlich scheint die Elite dieser „Gesellschaftsgestalter“ auf eine „Hetero-Homo-Welt“ abzuzielen, in der die Menschen bisexuell, untreu und zum Familienleben unfähig sind.

(Ja, eine kleine Minderheit von Homosexuellen lebt monogam. Bald schon könnten wir dasselbe über „Hetero-Homosexuelle“ sagen.)

Der Grund dafür, warum man uns zu Hetero-Homosexuellen machen möchte, ist die endgültige Aufrichtung der neuen Weltordnung, einer totalitären Weltregierung. Biblisch betrachtet wissen wir, dass diese neue Weltordnung Satans Antwort auf die universelle Frage ist, wer würdig ist das Universum für alle Ewigkeiten zu regieren. Ist Gottes Regierungssystem das bessere, wo Gottes Geist im Menschen wohnt und ihn durch seine Liebe auf der Grundlage des freien Willens regiert? Oder ist Satans Regierungssystem das bessere, wo alle Menschen frei vom Geist Gottes angeblich eine „höhere Daseinsstufe“ erlangen? Satans Lösung ist es, das „Paradies“ auf Erden aufzurichten, wo alle gleich sind, wo „Toleranz“, „Humanismus“ und „Liebe“ füreinander die Herzen der Menschen lenken. Natürlich ist dies eine nicht existierende Utopie. Liebe ist eine Person. Gott ist die Liebe (1.Joh. 4,8). Liebe, Güte, Gerechtigkeit können nicht getrennt von Gott als eine Art „Charaktereigenschaft“ existieren. Wo Gott unerwünscht ist, dort ist die Liebe unerwünscht. Das erklärt die Lieblosigkeit der heutigen Welt. Stattdessen muss Satan die Menschheit mit Gewalt und raffinierter Täuschung zu willenlosen Zombies machen, um seinen Plan zu verwirklichen.

Sein Plan besteht deshalb darin, alle vereinten Kräfte, die zum Widerstand fähig sind, zu zerstören! Diese Kräfte, die hier auf Erden die Stützen unserer menschlichen Identität bilden, sind in erster Linie Familie und Religion (Glaube). Sie sollen durch eine Kampagne der „Toleranz“ eliminiert werden, indem jegliche Unterschiede zwischen Menschen ausradiert werden. Wenn du alles annimmst, wirst du am Ende nichts mehr sein.

So haben wir in der Religion die Ökumene, die zum Ziel hat den Glauben der individuellen Menschen zu relativieren (verwässern) und zu kontrollieren. Die Familie hingegen zerstört man ganz einfach, indem man den Unterschied zwischen den Geschlechtern verwischt. Das Ziel ist eine Weltregierung, eine Rasse, eine Religion und letztendlich ein Geschlecht: der Hetero-Homo.

Familien geben Menschen einen Zweck, eine Identität und ein Gefühl der Zugehörigkeit. Sie vermitteln Werte und ein Maß an sozialer, geistiger und finanzieller Unabhängigkeit. Das Ziel des Kommunismus und der neuen Weltordnung ist schon immer die Zerstörung der Familie gewesen. Dies zwingt die Menschen dazu, ihr Gefühl der Zugehörigkeit von den elite-gesteuerten Medien, politischen Programmen oder Erzeugnissen zu erhalten.

Wir wissen nur, was uns gesagt wird und sie haben naturgemäß nicht vor, uns ihre Pläne unter die Nase zu reiben. Es liegt in der Natur von Verschwörungen, dass sie eine zerstörerische Agenda verfolgen, während sie dies öffentlich verleugnen.

Mehr im kommenden Artikel.

Zusammenhängende Artikel:

Teil 1: Grausame Entartung
Teil 3: Ihr Männer, liebt eure Frauen

Grausame Entartung

by Erwin Zoor

Grausame EntartungGrausame EntartungGeboren 1979 wuchs ich in den 80er Jahren im kommunistischen Rumänien unter der Ceausescu-Diktatur auf. In meiner frühen Kindheit blieb mir vieles von den heutigen unterschwelligen Gefahren erspart, denen heutige Kinder und Jugendliche schutzlos ausgesetzt sind. Der westliche Lebensstil war uns weitgehend unbekannt. Das Wenige, das wir mitbekamen, war nicht das, was wir in unserem Alltag kannten, sondern etwas, was „die im Westen“ erlebten. Wir waren freudige, zufriedene und unkomplizierte Kinder. Wir verbrachten unsere Zeit mit unseren Familien oder waren mit den Freunden draußen in der Natur beim Spielen und lernten von den größeren Kindern die Weisheiten des Lebens.

Fernsehen war für uns eine der langweiligsten Beschäftigungen, die wir uns vorstellen konnten, da es nur drei Kanäle gab, auf denen entweder die kommunistisch-nationalen Nachrichten oder den Kommunismus und das Vaterland verherrlichende Folklore (Volksmusik) gesendet wurden. An Sonntagen saß jedoch jedes Kind für ca. 10 Minuten vor dem Fernseher, weil es 5 Minuten lang Tom und Jerry und danach 5 Minuten lang Dick und Doof zu sehen gab.

Damit meine ich nicht etwa, dass die 80er Jahre oder Rumänien oder der Kommunismus besser gewesen seien, das ist ganz und gar nicht der Punkt, auf den ich hinaus will. Die damalige Zeit barg Gefahren ganz anderer Art in sich, vor allem, wenn man wie ich, im kommunistischen Rumänien der ungarischen ethnischen Minderheit angehörte.

Als ich nach der Wende 1990, mit 11 Jahren, nach Deutschland kam, veränderte sich meine kindliche Welt drastisch. Ich fühlte mich wie Alice im Wunderland; je tiefer ich in den Bau des Hasen hineinging, desto mehr wollte ich herausfinden, wie tief er wirklich war. Ich wurde von den ganzen Reizmitteln der westlichen Welt überfahren und es war alles so aufregend: Süßigkeiten, Fernsehen, Cartoons, Spielsachen etc. Schnell gewöhnte ich mich an den neuen westlichen Lebensstil, der mir schon als Kind in Rumänien so aufregend zu sein schien. Später boten sich mir als pubertierenden Jugendlichen neue Möglichkeiten und Perspektiven. Ich begann mit 13 Jahren Kampfsport zu treiben, konsumierte viele Kampfsport-Filme und träumte davon einmal als Stuntman oder Schauspieler ganz groß rauszukommen.

Mit 18 Jahren zog mich die moderne Pop- und Hip-Hop-Musik in ihren Bann. Ich fing an zu tanzen und schloss mich einer Gruppe von Gleichaltrigen an, mit denen ich etwas später eine Tanzgruppe gründete. Von da an fing das „Nightlife“ (Nachtleben) für mich an. In der Woche trafen wir uns täglich zum Training und an den Wochenenden war Party angesagt. Man kannte uns in Diskotheken, Clubs, auf „Hip-Hop-Jams“ und in der Tanzszene. Wir erstellten Tanzshows aus einstudierten Choreographien mit Elementen aus Streetdance, Breakdance, Akrobatik und Kampfsport und gewannen damit sogar bei einem landesweiten Tanzwettbewerb den ersten Platz. Wir hatten Auftritte in Clubs, Modenschauen, Silvesterveranstaltungen etc.

Zu der Zeit begann ich auch Erfahrungen mit Liebe, Sexualität und Beziehungen zu machen, ohne zu wissen, dass ich durch die Gehirnwäsche der Medien, der Schule und durch das ganze gesellschaftliche System zum Versagen erzogen war. Von da an begann für mich eine Reise voller Depressionen, Gewissensbisse und Enttäuschungen, deren Konsequenzen mich noch lange nach meiner Bekehrung als Christ und Ehemann verfolgten. Doch ich verstand damals die Gründe dafür nicht.

Ich bin heute 34 Jahre alt, seit 14 Jahren von neuem geboren und seit ca. 4 Jahren bewusst mit dem heiligen Geist getauft. Doch es hat nach meiner Bekehrung noch ungefähr zehn Jahre gedauert, bis ich mich aus meiner feministischen Beeinflussung vollständig befreien konnte. Hätte ich damals gewusst, was ich heute weiß, wären mir und den Menschen um mich herum mit Sicherheit viel Schmerz, Leid und Trauer erspart geblieben.

Ein grausamer Plan

Und hier möchte ich auf den Grund zu sprechen kommen, warum ich euch überhaupt all diese Dinge aus meinem Leben erzähle.

Wir leben in einem System, in dem der sog. Feminismus das Denken der Menschheit beeinflusst und steuert. Jeder von uns ist davon mehr oder weniger betroffen, ob wir es wahrhaben wollen oder nicht. Die Welt um uns herum ist eine künstlich erzeugte Seifenblase, die dazu dient, unser Augenmerk von Gott, von der Wahrheit und von unserer wahren Identität abzulenken und aus uns rückgratlose, willenlose und steuerbare Marionetten zu machen. Es ist bereits seit langem ein politisches Programm im Gange, welches die Gesellschaft sexuell vollständig zu sabotieren sucht und seine Auswirkungen auf die weltweite Gesellschaft sind bereits verheerend. Das Ziel dieser satanischen Agenda ist die Zerstörung der Familie.

Regelmäßige Leser meines Blogs wissen, dass ich mich eigentlich davor hüte, von etwas anderem zu schreiben, als Christus und seinem Evangelium vom Reich Gottes. Es haben mich jedoch hauptsächlich zwei Gründe dazu veranlasst, dennoch über dieses Thema zu schreiben:

  1. Die gegenwärtigen Ereignisse und Entwicklungen hinsichtlich der weltweit erzwungenen Toleranz und Akzeptanz von homosexuellen Ehen und die damit verbundenen verheerenden Auswirkungen, wie die Toleranz gegenüber Pädophilie, Sodomie und die Akzeptanz von Polygamie ist der erste Grund. Diese weltweite Agenda, die sich als „Befreiung unterdrückter Minderheiten“ und als „Fortschritt“ tarnt, ist nicht einfach nur ein weiterer Schritt in Richtung Gottlosigkeit, sondern das Zeichen des Endes der Welt. Ich empfehle hierzu Bruder David Claytons Predigt Sodom Revisited für diejenigen unter euch, die Englisch können. (Bruder David wird – so der Herr will – im August auf unserer Erweckungswoche über dieses Thema sprechen.)
  2. Diese schrecklichen Ereignisse werden sich zwangsläufig auf alle Menschen auswirken, ob Mann, Frau, Kind, jung, alt, Christ oder Atheist. Besonders unsere Kinder sind im Visier dieser „Sozialtechniker“, die den Verstand der Kinder „umpolen“ möchten, damit sie kein Empfinden mehr für den Unterschied zwischen Mann oder Frau und richtig oder falsch haben. Dies wirkt sich natürlich unweigerlich auf ihr Gottesbild aus und sie entwickeln unheimliche Schwierigkeiten Jesus als ihren Herrn anzunehmen.

Diese zwei Gründe sind für mich wichtig genug, um mich zu diesem Thema zu äußern, weil es um unser ewiges Leben geht. In meinem nächsten Artikel, werde ich versuchen darzulegen, was ich zu diesem Thema zu sagen habe.

Zusammenhängende Artikel:

Teil 2: Die Zerstörung der Familie
Teil 3: Ihr Männer, liebt eure Frauen

Gottes Herz offenbart (Teil 4)

by Erwin Zoor
Jesus ist alles

Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut? Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet? (Röm. 2,4)

Dieser Vers beinhaltet den Schlüssel zum siegreichen Christenleben. Er sagt mit anderen Worten, dass Buße ganz natürlich geschieht, wenn wir Gottes Güte erblicken. Wahre Buße (Umkehr) ist nicht das Resultat religiöser Ritualien oder menschlicher Anstrengungen, sondern die Reaktion auf die Offenbarwerdung der Güte Gottes. Aber wie können wir Gottes Güte erkennen? Es gibt ein Wesen im Universum, in dem sich die Güte Gottes in ihrer Vollkommenheit offenbart: Jesus Christus. Wenn wir Gottes Güte sehen wollen, müssen wir ins Angesicht von Jesus Christus blicken. Genau das drückt Paulus in 2.Korinther 4,6 aus, indem er sagt, dass sich die „Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi“ offenbart.

Der Schreiber des Hebräerbriefes sagt, dass Jesus „der Abglanz seiner [Gottes] Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens“ ist (Hebr. 1,3). Der eingeborene Sohn spiegelt den Vater so vollkommen wieder, dass er von sich sagte: „Wer mich sieht, sieht den Vater“ (Joh. 14,9). Gott hat sein Herz genommen und es in der Brust seines Sohnes zur Erde gesandt. Wer in das Angesicht Jesu schaut, erblickt den Gott des Universums, den Vater der Herrlichkeit.

Was ist also der Schlüssel zum siegreichen Christenleben? Es ist Christus, nicht mehr und nicht weniger. In ihm sind verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis (Kol. 2,3). Deshalb schrieb Paulus den Gläubigen in Korinth:

Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung, damit, wie geschrieben steht: Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn! (1.Kor. 1,30-31)

Es ist nicht Gottes Plan, uns etwas außerhalb von Jesus, seinem Sohn, zu geben. Beachte, Jesus ist uns von Gott gemacht zur Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung. Er gibt uns diese Eigenschaften nicht getrennt von Jesus. Jesus selbst ist unsere Gerechtigkeit; er ist unsere Heiligung usw. Kurz gesagt: Jesus ist Gottes Antwort auf alle Probleme des Menschen.

Aus diesem Grund hoffe ich, deine Aufmerksamkeit durch die kommenden Artikel noch völliger auf Jesus Christus zu fixieren. Ich hoffe ihn dir so lebhaft vor deine geistigen Augen zu stellen, dass du nicht anders kannst als dich unsterblich in ihn zu verlieben, ihm zu Füßen zu fallen und dich ihm völlig hinzugeben – nicht aus Schuld- oder Pflichtgefühl, auch nicht aus Angst, sondern weil du von Jesus, der bedeutendsten Person, die diese Welt je gekannt hat, einen Blick erhascht hast und er dein Herz erobert hat. Aus solch einer Liebe fließt alles andere ganz automatisch hervor.

Im Gegensatz dazu sympathisiere ich nicht mit dem billigen, fröhlich-geistlichen „Jesus-Gerede“, das sich heutzutage oft in religiöse Gespräche hineinschleicht. Es gibt viele Wege, auf denen man den Namen Jesu missbrauchen kann und einer davon ist, wenn man sich auf seinen Namen beruft, ohne ihn wirklich zu kennen. Sein Name ist nicht eine Art Amulett oder Zauberspruch oder religiöses Motto.

Die Gemeinde Jesu sucht heute so sehr nach funktionierenden Mitteln, Methoden und Strategien, dass sie die Einfachheit des Evangeliums völlig aus den Augen verloren hat. Wenn wir Satan fragen könnten, was auf seiner Liste an erster Stelle steht, würde er in etwa so antworten: „Jesus ist der Notausgang aus meiner Welt. Ich muss alles dransetzen, die Augen der Menschen von ihm wegzunehmen. Dabei ist es egal, worauf sie blicken, solange sie nicht auf Jesus schauen, denn dann habe ich sie verloren.“

Die heutige Gemeinde muss zu ihrer vergessenen ersten Liebe zurückfinden: Jesus. Die wohlmöglich präziseste Kurzfassung des christlichen Glaubensbekenntnisses in der Bibel findet sich im ersten Johannesbrief:

Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. (1.Joh. 4,16)

Diese Liebe ist nicht in Form eines abstrakten Prinzips zu uns gekommen, sondern als eine lebendige Person – als der Sohn Gottes höchstpersönlich. Deshalb schlussfolgert Johannes etwas weiter:

Wir lieben ihn, weil er uns zuerst geliebt hat. (1.Joh. 4,19)

Doch wie sollen wir unser Leben als Nachfolger Christi führen? Die Antwort darauf liegt zwischen diesen beiden Versen:

denn wie er [Jesus] ist, so sind auch wir in dieser Welt. (1.Joh. 4,17)

Die Bibel verspricht uns nicht nur, dass wir bei der Wiederkunft Jesu „ewiges Leben“ haben werden; es bietet uns auch hier und jetzt die Gabe des Lebens an, das Christus selbst durch uns lebt. Hat uns der beliebte Vers Joh. 3,16 und seine Betonung auf „ewiges Leben“ in der Zukunft so sehr geblendet, dass wir nicht mehr erkennen können, was uns die Bibel über das Leben hier und jetzt sagt?

Du und ich, wir sollen in dieser Welt lebendige Briefe sein; Städte auf Bergen; Salz und Licht. Das ist der Grund dafür, warum ich diese Serie von Artikeln schreibe. Im Hinblick auf Jesus, dem König aller Könige und Herrn aller Herren, ist das, was ich schreibe, wie ein Tropfen auf eine heißen Stein in der Hitze der Sahara. Doch ich hoffe und bete trotzdem, dass es dir einen solchen Blick auf den irdischen, verherrlichten und innewohnenden Jesus gewährt, dass er dich dazu bewegen wird, auf seine Liebe zu antworten, die er so gnädig und reichlich über dir ausgegossen hat und du dadurch für dein Umfeld ein lebendiger Brief Jesu sein wirst.

Zusammenhängende Artikel:

Teil 1: „Du aber, für wen hältst du mich?“
Teil 2: Jesus-Defizit-Syndrom
Teil 3: Die wichtigste Frage

Die wichtigste Frage (Teil 3)

by Erwin Zoor
Jesus ist alles

„Du aber, für wen hältst du mich?“, ist die Frage, die jedem Menschen zu jeder Generation gestellt wird und jede Generation muss sie für sich selbst beantworten. Die historischen christlichen Glaubensbekenntnisse sind ein Ausdruck dessen, dass diese Frage Jesu von jedem individuellen Menschen eine Antwort verlangt. Da Jesus das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende aller Dinge ist, ist es ausschlaggebend für wen wir ihn tatsächlich halten, weil es alles beeinflusst, was wir glauben.

Ich erkenne, dass jede echte Erweckung und Wiederherstellung in der Geschichte der Gemeinde Jesu mit der Wiederentdeckung irgendeines Aspektes der Person Jesu Christi zu tun gehabt hat, während man versucht hat diese wichtige Frage zu beantworten. Um genauer zu sein, hat es bei jeder Erweckung in der Geschichte der christlichen Gemeinde drei Merkmale gegeben:

  1. Die Wiederentdeckung des „lebendigen Wortes“ oder der Bibel und ihrer Autorität;
  2. Die Wiederentdeckung des lebendigen Christus und seiner absoluten Vormachtstellung;
  3. Die Wiederentdeckung des heiligen Geistes, seiner Gaben und seiner Kraft, um Christus im Kontext der jeweiligen Kultur zu offenbaren.

Gott ist bekannt dafür, Menschen ernst zu nehmen, die sein Wort ernst nehmen. Jesus selbst hat gesagt, dass er alle Menschen zu sich ziehen wird, wenn er erhöht wird (Joh. 12,32). Doch weil wir nicht glauben, dass Jesus tun wird, wie er gesagt hat und dass er der ist, für den er sich ausgibt oder noch nie seine unendliche Herrlichkeit erblickt haben, sitzen wir am Zeichenbrett und denken uns Programme und Methoden oder klügeln Strategien aus, durch die wir hoffen, Menschen zu Christus bringen zu können. Aber Jesus hätte sich nicht klarer ausdrücken können: der eingeborene Sohn Gottes selbst zieht die Menschen zu sich. Unsere Aufgabe besteht lediglich darin, ihn auf eine Art und Weise zu erhöhen, wie es die Menschen unserer Zeit und Kultur verstehen und wertschätzen können. Wann immer dies geschieht, kommt der Rest ganz von allein ins Rollen.

Unglücklicherweise lautet die Frage heute nicht mehr nur: „Du aber, für wen hältst du mich?“ Es gibt leider eine ganze Reihe von Fragen, die heute auf dieselbe Stufe erhoben werden: „Zu welcher Gemeinschaft gehörst du?“, oder: „Bist du ein ausgebildeter Prediger?“, oder: „Welche Gabe besitzt du?“

Doch Jesus stellte Petrus nur eine einzige Frage. Und das ist die alles entscheidende Frage, die er auch uns heute stellt. Diese Frage ist nicht:

  • Weißt du, wie man eine Gemeinde gründet?
  • Wie viele Menschen hast du bereits zu mir geführt?
  • Kannst du schon in Zungen reden?
  • Gibst du dein Bestes, damit Gott mit dir zufrieden sein kann?

Nein! Die Frage Jesu lautet einfach nur: „Liebst du mich?“

Leider können wir ihn aber nicht richtig lieben, wenn wir noch nicht erkannt haben, wie unglaublich herrlich er ist. Wenn wir jedoch erst einen Blick von Jesus Christus in all seiner Herrlichkeit erhascht haben, werden wir liebend gern unsere verstaubten, religiösen Ritualien und unser aufgesetztes christliches Benehmen gegen die Freude eintauschen, eine wandelnde und atmende Offenbarung Jesu zu sein.

Zusammenhängende Artikel:

Teil 1: „Du aber, für wen hältst du mich?“
Teil 2: Jesus-Defizit-Syndrom
Teil 4: Gottes Herz offenbart

Züchtigung zahlt sich aus

by Erwin Zoor

Züchtigung zahlt sich ausSeitdem ich ein Christ bin beschäftigt mich auch das Thema der christlichen bzw. biblischen Erziehung von Kindern. Dies hat unter anderem auch persönliche Gründe, nicht zuletzt weil ich heute selber Vater bin.

Ich selbst hatte eine sehr glückliche Kindheit. Ich wurde von meinen Eltern nur sehr selten geschlagen, weil ich eher der brave und gehorsame Typ von Kind war. Dies habe ich größtenteils meiner lieben Mutter zu verdanken, die mich stets mit ihrer Liebe überschüttete, wofür ich sie von ganzem Herzen zurückliebte. Später als Jugendlicher und dann als Erwachsener kam meine sündige Natur immer mehr zum Vorschein und ich begann, meiner Mutter des öfteren große Kopfschmerzen zu bereiten. Mir selbst gefiel diese Veränderung von Gehorsam zu Ungehorsam gar nicht. Einerseits offenbarte sie mir meine sündige Natur und andererseits wirkten sich die daraus resultierenden Konsequenzen auch auf andere Menschen um mich herum aus. Dadurch kamen Fragen in mir auf, warum ich diese negative Veränderung durchmachte, und erst als ich ein Christ wurde, begann ich Antworten darauf zu finden.

In meinem Dienst im Werk des Herrn bin ich oft um Rat in Sachen Erziehung gebeten worden, was mich immer wieder veranlasst hat, im Wort Gottes danach zu forschen und den Herrn im Gebet um Klarheit zu bitten. Obwohl ich in dieser Hinsicht noch sehr viel zu lernen habe, kann ich sagen, dass mir das Evangelium klare Prinzipien verständlich gemacht hat, die sich in meiner praktischen Erfahrung mit Kindern als richtig bestätigt haben.

Meiner Beobachtung nach existiert unter Christen ein recht starkes Defizit, wenn es um biblische Kindererziehung geht. Dabei trägt gerade die elterliche Erziehung für Kinder entscheidend dazu bei, ob sie sich später unter die liebevolle Herrschaft Jesu stellen werden oder nicht. Grund genug für mich anzufangen, über dieses Thema zu schreiben. Ich habe zu diesem Zweck auf meinem Blog eine neue Kategorie mit Namen „Erziehung in Christus“ erstellt. Hier möchte ich in Zukunft hilfreiche Artikel für Eltern und Kinder schreiben. Damit komme ich auch gleich zu meinem Thema: „Züchtigung zahlt sich aus“.

In Hebräer Kap. 12 lesen wir, dass sich natürlich niemand darüber freut, wenn er gestraft wird, denn Strafe tut weh. Aber später bringt sie Früchte hervor. Und obwohl nur wenige die Unannehmlichkeit und das Leid genießen, die mit der Züchtigung einhergehen, sagen fast alle, die auf jene harten Zeiten zurückblicken, dass die daraus entstandenen Früchte die Mühe wert waren.

Es ist das Leid und das Geächze deiner Kinder wert, wenn du ihnen verbietest, den neuen Kinofilm zu sehen, den sich alle anderen Kinder aus der Schule ansehen. Es ist die Beschwerden wert, wenn du die Zeit, die sie am Telefon oder im Internet verbringen, begrenzt. Und es ist das Schmollen deiner Kleinen wert, wenn du ihnen nicht erlaubst, im Haus Lärm zu machen oder ihre Spielsachen durch die Gegend zu werfen. Zu wissen, wie man unerschütterlich „Nein“ sagt, mag bedeuten, dass sie dich dafür eine kurze Zeit lang hassen, aber sie werden dich dafür ein Leben lang lieben. Und du wirst die Freude haben zu sehen, wie deine Kinder die Früchte des Friedens und der Gerechtigkeit erfahren.

Hör auf, ein Kumpel für deine Kinder sein zu wollen. Du bist der Einzige auf der Welt, dessen erste Verantwortung darin liegt, deinem Kind zu geben, was es braucht und nicht, was es will. Manchmal bedeutet das, dass du es für die Missachtung der Regeln züchtigen musst. Danach kann es sein, dass du dich mit Tränen in den Augen im Schlafzimmer einsperren und deinem Ehegatten dein Herz ausschütten musst, wie streng du wieder zu den Kindern sein musstest. Vielleicht solltest du dich von Zeit zu Zeit selbst überprüfen, um bei der Züchtigung nicht über das Ziel hinauszuschießen und dich dabei von deinem Ehegatten wieder einrenken zu lassen, wenn du aus dem Gleichgewicht gerätst. Du musst jedoch auf die eine oder andere Weise die Werte und biblischen Prinzipien geltend machen, die Gott in seinem Wort dargelegt und in dein Herz hineingelegt hat. Du musst dir unerschütterlich vornehmen, dein Kind auf ein siegreiches christliches Leben vorzubereiten. Du magst für eine kurze Zeit unbeliebt sein, aber du wirst gut schlafen können, weil du weißt, dass du dein Kind vor einem Leben voller zerstörerischer Angewohnheiten bewahrst.

Eine der traurigsten Geschichten in der Bibel ist die Geschichte eines Vaters, der seinen Kindern alles erlaubt hat. Eli, der Priester, liebte seine Söhne Hofni und Pinhas und wies sie für ihre Unbesonnenheit nur sehr sanft zurecht. Er wusste genau, dass sie den Menschen ihre Opfer, die sie Gott darbringen wollten, stahlen, um ihren Bauch damit zu füllen und die jungen Frauen verführten, die zum Anbeten nach Silo kamen. Trotzdem tat er nichts weiter dagegen, als sie mit sanfter Stimme zu bitten damit aufzuhören. Er züchtigte sie jedoch in keinster Weise für ihre Vergehen.

Wenn du die ersten Kapitel von 1.Samuel gelesen hast, dann weißt du, welche Konsequenzen dies nach sich zog. Gott schwor, Elis Familie für immer auszurotten. Eines schrecklichen Tages wurden die Israeliten im Kampf von den Philistern geschlagen, sie nahmen ihnen die Bundeslade Gottes weg, und Hofni und Pinhas wurden getötet. Als Eli die Nachricht davon erhielt, fiel er rückwärts vom Stuhl, brach sich das Genick und starb. Es war eine der furchtbarsten Zeiten für Israel und das nur, weil ein alter Priester seine Söhne nicht züchtigen wollte.

Ich habe diese Geschichte immer als sehr ernüchternd empfunden. So sehr ich es will, dass mich meine Kinder mögen und so sehr ich Konflikte in unserem Zuhause hasse, rüttelt mich diese Geschichte stets wach und gibt mir das nötige Rückgrat dafür, das Richtige zu tun, anstatt die Bequemlichkeit zu wählen. Ich bin davon überzeugt, dass Eli seine Söhne lieb hatte, aber darum geht es gar nicht. Das Problem bestand vielmehr darin, dass er seine Liebe nie umsetzte, um seine Söhne zu züchtigen, was zur Folge hatte, dass sie nie Gehorsam lernten – weder gegenüber ihrem Vater noch gegenüber Gott, was nur eine natürliche Konsequenz war. Und die Konsequenzen waren tragisch. Elis falsche Toleranz und Nachlässigkeit zerstörte nicht nur seine ganze Familie, sondern verwundete eine ganze Nation.

Mythos über Kindererziehung: Deine Kinder fühlen sich am sichersten, wenn sie wissen, dass du ihr Kumpel bist.
Wirklichkeit über Kindererziehung: Deine Kinder fühlen sich am sichersten, wenn sie wissen, dass du angemessene Grenzen für sie gezogen hast und keine Angst hast, diese durchzusetzen.

Du hast für deine Kinder höhere Ziele gesteckt, nicht wahr? Du willst, dass sie heranwachsen und Christus als ihren Herrn annehmen, damit sie seine Früchte der Gerechtigkeit und nicht die eigenen Früchte ihres Fleisches hervorbringen. Du willst, dass sie seinen bleibenden Frieden erfahren. Deshalb ist es unumgänglich, dass du es lernst „Nein“ zu sagen. Lass deine Kinder von Zeit zu Zeit ruhig wütend auf dich sein. Richte dein Augenmerk auf ihr ewiges Wohl und nicht auf ihre vorübergehende Bequemlichkeit. Effektive Erziehung erfordert stets effektive Züchtigung.

Bestimmt fragst du dich, wie diese Züchtigung aussehen soll. Es ging mir auch nicht anders. Wie erkennst du, ob du zu hart mit ihnen umgehst, oder eben nicht hart genug? Woher weißt du, wann du dein Kind zu seinem eigenen Wohl züchtigst und wann aus deinem eigenen Frust heraus? Der Unterschied zwischen Züchtigung und Bestrafung mag für dich hauchdünn sein, aber aus Gottes Perspektive ist er riesengroß. In den kommenden Artikeln werden wir auf Gottes Perspektive näher eingehen.

Jesus-Defizit-Syndrom (Teil 2)

by Erwin Zoor
Jesus ist alles

Christen haben das Evangelium auf so viele Dinge bezogen – Dinge anstelle von Christus. Aber es ist Christus, der wie das Ziehen der Schwerkraft alles ausrichtet, zu sich hinzieht und allen Stücken Bedeutung verleiht. Ohne ihn verlieren diese Stücke ihren Wert. Sie sind nichts weiter als abgetrennte Teile, die in den Weiten des Alls herumfliegen. Das betrifft auch unser Leben. Der Schreiber des Hebräerbriefes bezeichnet Jesus als „sicheren und festen Anker der Seele“ (Hebr. 6,17-20). Paulus sagt von Jesus, dass „alles durch ihn besteht“ bzw. zusammengehalten wird (Kol. 1,15-18).

Es ist sehr leicht eine geistliche Wahrheit, Tugend oder Gabe zu betonen und dabei Christus, der die Verkörperung und Fleischwerdung all dieser Dinge ist, aus den Augen zu verlieren. Trachte deshalb nach Christus selbst, klammere dich an ihm fest, lerne ihn kennen, und du wirst den berühren, der das Leben ist. Denn in ihm wohnen alle Wahrheiten, Werte, Tugenden und Gaben in lebendigen Farben. Schönheit findet allein in der Schönheit Christi ihre Bedeutung. Nur in ihm finden wir das, was uns reizend und liebenswürdig macht.

Denk nur an die Dinge, die du in dieser Welt schön findest, ob es Strände, Berge oder Meere sind. Die ganze Schönheit der Natur, der Kunst und der Musik, sind nichts weiter als schwache Abbildungen von Jesus Christus, der das Wesen wahrer Schönheit ist.

Was ist Christentum? Es ist Christus. Nichts mehr und nichts weniger. Christentum ist keine Ideologie oder Philosophie. Es ist auch keine neue Art von Sittlichkeit, sozialer Ethik oder Weltanschauung. Christentum ist die „gute Nachricht“, dass Schönheit, Wahrheit und Güte in einer Person zu finden sind. Und wahre Menschlichkeit und Gemeinschaft gründen auf dieser Person und werden erst durch die Verbindung mit ihr erfahrbar.

Bekehrung ist mehr als ein Richtungswechsel; sie ist ein Verbindungswechsel. Die biblische Bedeutung von „Buße“ weist nicht auf eine Distanzbeziehung hin, in der Gott von der Ferne betrachtet wird, sondern auf eine Beziehung der Nähe, in der man Gott an sich heranlässt und sich seiner Herrschaft der Liebe unterstellt.

In dieser Hinsicht kann man heute eine massive Abkapselung beobachten, und ich glaube, dass die größte Krankheit der heutigen Gemeinde „JDS“ heißt: Jesus-Defizit-Syndrom. Die Person Jesu wird zunehmend als politisch inkorrekt betrachtet und wird durch die Sprache der „Moral“, „Gerechtigkeit“ und „Sittlichkeit“ ersetzt. Die Welt mag Jesus, sie mag nur die Gemeinde nicht. Die Gemeinde hingegen mag immer mehr die Gemeinde, sie mag aber Jesus nicht.

Etwas läuft falsch, wenn es manchen Christen leichter fällt sich eine Welt ohne Christus vorzustellen als ohne ihre weltlichen Stars und Idole. Wenn wir Jesus Christus von seiner rechtmäßigen Stellung entthronen, verschleiern wir das Gesicht des Christentums und definieren es so krass neu, dass es komplett verschwindet.

Könnte unser Problem tatsächlich durch etwas derart einfaches verursacht sein, wie Christus aus den Augen zu verlieren? Ich glaube, dass die Antwort darauf ein schallendes „JA“ ist. Irgend welche anderen Antworten auf das Problem der gegenwärtigen Gemeinde parat zu haben, als Christus, würde bedeuten, dass wir uns eher mit Lösemitteln auskennen als mit tatsächlichen Lösungen.

Aus diesem Grund braucht die Welt mehr als je zuvor ein klares Verständnis von Jesus, und die Geschichte Jesu ist das Auslegungssystem, das alle Wahrheiten im richtigen Licht erklärt. Es ist meine Überzeugung, dass die „gegenwärtige Wahrheit“, die wir nach Gottes Plan verkünden sollen, sich um die absolute Vorrangstellung des Herrn Jesus Christus dreht. Insbesondere müssen wir uns darüber im klaren sein, wie wir eine Frage beantworten wollen.

Wie diese Frage lautet, werden wir im nächsten Artikel behandeln. Bleib dran.

Zusammenhängende Artikel:

Teil 1: „Du aber, für wen hältst du mich?“
Teil 3: Die wichtigste Frage
Teil 4: Gottes Herz offenbart

„Du aber, für wen hältst du mich?“ (Teil 1)

by Erwin Zoor
Jesus ist alles

Der Leib Christi befindet sich momentan am Scheideweg. Die zwei üblichen Alternativen sind entweder  nach links oder nach rechts zu gehen. Wir leben jedoch in einer einzigartigen Zeit, in der die Menschen wie erstarrt in beide Richtungen blicken. Sie wollen sich weder nach links noch nach rechts bewegen. Ob bewusst oder unbewusst suchen die Menschen heute nach einer frischen Alternative – einem dritten Weg. Ich glaube, dass dieser Scheideweg heute weder nach rechts noch nach links führt, sondern stattdessen vorwärts oder rückwärts.

Was ich in dieser Serie von Artikeln versuchen möchte darzulegen, ist eine rasiermesserscharfe und glasklare Sicht auf den Herrn Jesus Christus als der Anfang und das Ende. Ich möchte aufzeigen, dass er dieser dritte und einzige Weg ist, der in dieser turbulenten Zeit sicher in die Zukunft führt. Wenn sich die Gemeinde nicht neu orientiert und Christus zu ihrem Herzstück und Mittelpunkt macht, dann führt jeder Schritt, den sie macht, rückwärts.

Ich bin mir dessen bewusst, dass ich gegen den Strom schwimme, wenn ich ausschließlich über Jesus schreibe. Einst hatten die Menschen ein Problem damit die menschliche Seite Christi zu erkennen. Heute scheinen die Menschen hingegen die göttliche Seite Christi immer mehr misszuverstehen. Dadurch hat der christliche Glaube die Realität und die Erfahrung eines in uns wohnenden Herrn beinahe völlig verloren.

Der Herr Jesus Christus geht weit darüber hinaus, was sich die meisten von uns jemals erträumen oder vorstellen würden. Seine Größe, Schönheit und Pracht sind den meisten heutigen Christen unbekannt. Deshalb ist es so notwendig, dass wir einen frischen Blick auf ihn werfen. Um es in einem Satz auszudrücken: Um Jesus in unserer Zeit getreu darzulegen, erfordert es, dass wir ihn erneut darlegen. Und genau das versuche ich in diesem und in den kommenden Artikeln zu tun.

Ich glaube, dass ausschließlich eine wahrheitsgetreue und bibeltreue Darlegung Jesu die Menschen dazu befähigen kann einer unsicheren Zukunft mit Zuversicht entgegenzutreten. Deshalb möchte ich hier keinen Weg nach rechts oder links aufzeigen, sondern einen Weg vorwärts. Und es ist meine Überzeugung, dass wir diesen Weg vorwärts nur dann gehen können, wenn wir Christus zu unserem Alles und zu unserem „Leitstern“ machen.

Dabei soll uns die Bibel als Landkarte und Kompass dienen, die uns zur Person Jesu in all seinem Reichtum und seiner Tiefe weisen sollen. Diese Artikel sollen also wie Pfeile in Richtung des Ziels zeigen – wobei Christus das Ziel ist.

Mit anderen Worten: Jesus ist Gottes perfekte Tonlage – die göttliche „Stimmgabel“ zur Einstimmung der Ewigkeit. Jede Stimmgabel muss geschlagen werden um ihren Ton wahrzunehmen. Die ewige und unveränderliche himmlische Stimmgabel wurde geschlagen, als eine Jungfrau Gottes eingeborenen Sohn in einem unscheinbaren Dorf im Israel des ersten Jahrhunderts zur Welt brachte. Sie erklang an einem unvergesslichen Freitag ein zweites mal durch das Hämmern auf 15 cm lange Nägel. Die Gabel erklang ein drittes mal – am dritten Tag – als ein sanftmütiger und demütiger Mann aus Nazareth ein Grab mitten entzweiriss und mit dem Auferstehungsleben hinaustrat.

Diese himmlische Stimmgabel erklingt auch heute noch genauso wie damals. Doch wann immer wir Christen sie überhören, verlieren wir unseren Weg.

Zusammenhängende Artikel:

Teil 2: Jesus-Defizit-Syndrom
Teil 3: Die wichtigste Frage
Teil 4: Gottes Herz offenbart

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